Frozen

FROZN_014M_G_ENG-GB_70x100.inddSeit letzter Woche läuft hierzulande Disney’s neuster Animationsstreich „Frozen“, eine Adaption von Hans Christian Andersen’s Märchen „Die Schneekönigin“.
Selbstverständlich liess ich mir das im hohen Norden spielende Zeichentrickabenteuer nicht entgehen, und habe es kurzerhand in meine (nach wie vor laufende) „Daily Disney“-Aktion eingebaut; auch wenn ich damit die Chronologie verletze und kurzerhand vorgreife…

Uraufführung: 19.11.2013
Regie: Chris Buck, Jennifer Lee
Sprecher: Kristen Bell, Idina Menzel, Josh Gad, Alan Tudyk, u.a…

Story:
Prinzessin Elsa (Stimme: Idina Menzel) verfügt über die Kraft, Schnee und Eis zu erzeugen.
Nachdem sie beim Spielen ihre jüngere Schwester Anna (Kristen Bell)lebensgefährlich verletzt hat, isoliert sie sich jedoch immer mehr.

Disney On Ice

Disney On Ice

Als es am Tage ihrer Krönung zur Königin zu einem folgeschweren Streit zwischen ihr und Anna kommt, in dessen Folge sie das ganze Land vereist, flüchtet sie in die Berge.
Anna folgt ihr jedoch, begleitet vom Eisklotzverkäufer Kristoff (Jonathan Groff), dessen Rentier Sven und dem Schneemann Olaf (Josh Gad).

Eine Schlittenfahrt, die ist lustig...

Eine Schlittenfahrt, die ist lustig…

Trivia:
Bereits in den 1940ern dachte Walt Disney über eine Adaption von Hans Christian Andersen’s „Schneekönigin“ nach, verwarf die Idee jedoch, da ihm das Kunstmärchen zu düster erschien.
Ende der 90er Jahre wurde das Märchen erneut aufgegriffen, allerdings dauerte es bis 2002 ehe das Projekt konkretisiert wurde.
Obwohl man den Film zunächst in „klassischem“ Animationsstil realisieren wollte, entschied man sich nach dem Erfolg von „Tangled“ den Film mittels des Computers zu animieren.
Die Regie wurde Chris Buck („Tarzan“) und Jennifer Lee („Wreck-It Ralph“) übertragen.

Die Regisseure Chris Buck und Jennifer Lee

Die Regisseure Chris Buck und Jennifer Lee

Kristen Bell („Fanboys“) und Idina Menzel („Enchanted“) sprachen Anna und Elsa, Jonathan Groff („The Conspirator“) lieh Kristoff seine Stimme, während Musicaldarsteller Santino Fontana Prinz Hans sprach
Josh Gad („Jobs“) intonierte den Schneemann Olaf, Alan Tudyk („Wreck-It Ralph“) den Duke von Weselton und der Ire Ciarán Hinds („John Carter“) lieh dem Trollkönig seine Stimme.

Christophe Beck („The Hangover – Part 3“) schrieb den Filmsoundtrack, indess Kristen Anderson-Lopez und Robert Lopez (beide „Winnie the Pooh“) die Lieder beisteuerten.

Fazit:
Mit einer, zugegebenermassen eher losen, Adaption der „Schneekönigin“, nahm man sich bei Disney mal wieder einem Märchen aus dem Fundus von Hans Christian Andersen an, welcher dem Studio ja zu einem seiner grössten Erfolge, und Begründer des „Disney Renaissance“ verhalf; „The Little Mermaid“.

Dass man jedoch von der ursprünglichen Idee, den Film klassisch zu animieren, absah, finde ich seh schade; mehr dazu jedoch später.
Zunächst mal zur Story, die sich soweit von der Originalgeschichte entfernt hat, dass sie nurmehr aus Fragmenten des Andersenschen Stoffes besteht.
Aus Denselbigen bastelte man jedoch eine äusserst kurzweilige und dichte, moderne und witzige Story, die ihre Wurzeln nie vergisst.

Die Hauptfiguren sind sehr reif und erfahren im Verlauf der Handlung interessante Charakterentwicklungen.
Daneben bietet der Film jedoch auch genügend Platz für witzige Nebenfiguren, und sogar das Fehlen eines „klassischen“ Schurkens fällt ob der gelungenen Story, die sich ganz ihren Figuren widmet, nicht ins Gewicht.

Was allerdings grosse Minuspunkte gibt ist der schlicht lieblose visuelle Stil des Filmes.
Während man sich bei den Settings und der Umgebung noch recht viel Mühe gab, und mit viel Liebe zum Detail eine skandinavisch anmutende Welt erschuf, so ist das Figurendesign absolut uninspirierend, und im Direktvergleich mit „Tangled“ ein Rückschritt.
Insbesonders die Figur des Schneemannes Olaf ist ein künstlerischer Affront, und Grund dafür, dass sich die „Nine Old Men“ in ihren Gräbern drehen.
Mit solchen „Leistungen“ fällt das Studio weit hinter DreamWorks und Pixar zurück.

Ein grosses Lob gebührt allerdings dem Soundtrack und den Songs.
Während der Erstgenannte – aus Feder Christophe Beck’s – einerseits schön klassisch, andererseits mit wunderbaren nordischen Klangmustern angereichert daherkommt, sind die Lieder extrem stimmig und haben eine angenehme Leichtigkeit.

„Frozen“ kann in allerersten Linie mit seiner Story und dem tollen Soundtrack punkten.
Der visuelle Stil ist allerdings alles andere als gelungen, und im Zeitalter von Pixar schlicht nicht konkurenzfähig.

4 von 5 Schneeflocken

m4

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