The Fox And The Hound

The Fox And The HoundDie 80er markierten einen Wechsel innerhalb der Disney-Studios.
Die ältere Generation von Zeichner, die zum Teil seit „Snow White And The Seven Dwarfs“ an den Zeichentrickfilmen des Studios beteiligt war, machte Platz für Junge Talente.
Ein Grossteil derselbigen sollte später die sogenannte Disney-Renaissance einläuten.
Dass es bis dahin jedoch noch ein langer Weg sein würde, beweist „The Fox and The Hound“, der erste Film der 80er Jahre eindrücklich.

Uraufführung: 10.7.1981
Regie: Art Stevens, Ted Berman, Richard Rich
Sprecher: Mickey Rooney, Kurt Russell, Pearl Bailey, Jack Albertson, u.a…

Story:
Als die Witwe Tweed (Stimme: Jeanette Nolan) eines Tages einen kleinen Fuchsjungen namens Tod (Mickey Rooney) in ihrem Vorgarten findet adoptiert sie ihn.
Zur selben Zeit legt sich ihr Nachbar, der Jäger Amos Slade (Jack Albertson), ein Hundewelpen, Copper (Kurt Russell) zu.

Wo sich Fuchs und Hund gute Nacht sagen...

Wo sich Fuchs und Hund gute Nacht sagen…

Das Unglaubliche geschieht, und der Fuchs und der Hund freunden sich an.
Doch Copper ist ein Jagdhund, und soll auch zu einem solchen ausgebildet werden.
Und Jagdhunde machen bekanntlich Jagd auf Füchse…

The Shootist

The Shootist

Trivia:
„The Fox and the Hound“ basiert auf Daniel Mannix gleichnamigen Buch, allerdings wurde die Handlung etwas „familiengerechter“ gestaltet.
Larry Clemmons der seit „The Jungle Book“ an jedem Drehbuch beteiligt war, schrieb – zum letzten Mal – die Story.

Nebst Art Stevens („The Rescuers“), führten hier erstmals Ted Berman („One Hundred And One Dalmatians“) und Richard Rich („The Black Cauldron“) Regie.
Wolfgang Reitherman („The Jungle Book“) übernahm den Produzenten-Posten; es war dies sein letzter Disney-Film.

Die neue Generation von Animatoren

Die neue Generation von Animatoren

Ohnehin übernahmen bie diesem Film eine neue Generation Zeichner das Zepter; darunter John Lasseter („Toy Story“), John Musker („The Princess and the Frog“), Glen Keane („The Little Mermaid“), Brad Bird („Ratatouille“) und Henry Selick („Coraline“), aber auch der spätere Kultregisseur Tim Burton („The Nightmare Before Christmas“).

Noch während den Dreharbeiten verliess jedoch der Animator Don Bluth („The Rescuers“) und mehrere Kollegen das Studio, da sie mit dem eingeschlagenen Stil nicht zufrieden waren.
Bluth gründete im Anschluss seine eigene Animationsschmiede, die „Sullivan Bluth Studios“.

Als Sprecher konnten unter anderem der ehemalige Kinderstar und Oscarpreisträger Mickey Rooney („Night at the Museum“) als Tod, und Kurt Russell („Death Proof“) als Copper gewonnen werden.
Jeanette Nolan („The Rescuers“) lieh Witwe Tweed die Stimme, wärend Oscarpreisträger Jack Albertson („Willy Wonka & the Chocolate Factory“) den Jägersmann, Amos Slade, sprach.
Pat Buttram („Robin Hood“) lieh Chief, dem Jagdhund, Pearl Bailey („Hello, Dolly!“) der Eule Big Mama, und Sandy Duncan („Midnight Cowboy“) der Füchsin Vixey die Stimme.

Buddy Baker („Napoleon and Samantha“) schrieb den Soundtrack, die Songs stammten aus der Feder von Regisseur Richard Rich und Jim Stafford („Any Which Way You Can“).

Fazit:
Der Film markiert einen Wechsel innerhalb des Disney Studios, und man kann sagen, nicht unbedingt zum besseren.
Auch wenn die meisten Animatoren später in der „Disney Renaissance“ federführend bei einigen der besten Filmen des Studios waren; „The Fox And The Hound“ deutet nicht darauf hin.

Im Gegenteil; zwar wurde der Zeichnungsstil wieder „weicher“ und man entfernte sich von dem eher grafischen Xerographen-Stil, doch das Figurendesign und der Filmes wirkt eher uninspirierend.
Die Hintergründe und gewisse Grossansichten erinnern an „Bambi“, von der künstlerischen Klasse desselbigen fehlt jedoch jede Spur.

Inhaltlich wäre der Film ganz gelungen, -wäre.
Denn hätte man sich auf die Grundstory konzentriert; die Freundschaft zwischen Tod und Copper, so hätte der Film, zumindest storytechnisch, ganz gut funktioniert.
Stattdessen fügt man unnötige Nebenhandlungen und Figuren wie die beiden Vögel die den Wurm zu schnappen versuchen, ein, die den Film um keinen Haaresbreit weiterbringen.
Noch schlimmer ist die Figur der Vixey, die erst im letzten Drittel eingeführt wird, sodass einem das Gefühl nicht loslässt man hätte auf die Schnelle hin noch einen weiblichen Love Intrest hinzugefügt.

Die Figur des Filmschurken Amos Slade ist quasi die fleischgewordene Version des Menschen in „Bambi“.
In seinen besten Momenten ist der Charakter wirklich bösartig, meist wirkt er jedoch recht comedyhaft.
Im direkten Vergleich gefällt der „Mensch“ aus „Bambi“, trotz oder gerade wegen seiner Nonpresenz, doch besser.

Auch die Songs des Filmes können kaum überzeugen, es fehlt ihnen komplett der Ohrwurm-Faktor früherer Hits, und es entsteht keine Figurenasoziation.
Immerhin ist der Soundtrack noch einigermassen gelungen, und wartet mit einigen starken Orchstralthemen aber auch Hilly-Billy-mässigen Stücken auf.

Die Geschichte der beiden Hauptfiguren aus „The Fox And The Hound“ kann stellvertretend für die Entwicklung in den Disney Studios genommen werden:
Jugendliche Freunde mit enormem Spieltrieb und grossen Träumen, die jedoch noch viel lernen müssen.
Der Film versucht an „Bambi“ ranzukommen, ist jedoch meilenweit von demselbigen, oder sonst einem Disney-Klassiker entfernt.
Doch die (Film-) Geschichte beweist, dass diese junge Generation von Disney-Animatoren schon bald ebenbürtig mit den alten Meistern sein würden…

3 von 5 Spuren auf dem Foxtrail

m3

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