The Great Mouse Detective

936full-the-great-mouse-detective-posterMit „The Great Mouse Detective“ nahmen sich die Disney-Studios einer Sherlock Holmes-Geschichte an, allerdings in Form einer tierischen Adaption, genauer als Mäusefilm.
Regie führten hierbei erstmals Ron Clements und John Musker, die später eine wichtige Rolle in der sogenannten Disney-Renaissance spielen sollten.
Als Sprecher liess sich unter anderem die britische Horrorlegende Vincent Price gewinnen, und der Soundtrack des Filmes stammte vom preisgekrönten Komponisten Henry Mancini.

Uraufführung:
2.7.1986
Regie: Ron Clements, Burny Mattinson, Dave Michener, John Musker
Sprecher: Barrie Ingham, Vincent Price, Susanne Pollatschek, Alan Young

Story:
Nachdem ihr Vater, der Spielzeugmacher Hiram Flaversham (Stimme: Alan Young) entführt wird, wendet sich das Mäusemädchen Olivia (Susanne Pollatschek) an den bekannten Londoner Detektiven Basil (Barrie Ingham).

"Essential!"

„Essential!“

Gemeinsam mit Major Dawson (Val Bettin) findet er heraus, das kein Geringerer als sein alter Erzfeind Professor Ratigan (Vincent Price) hinter der Entführung steckt.
Der Superschurke plant bereits seinen neusten diabolischen Coup, und der einzige der ihn dabei stoppen kann ist Basil.

Von Verbrechern und Mäusen

Von Verbrechern und Mäusen

Trivia:
„The Great Mouse Detective“ basiert auf der Kinderbuchserie „Basil of Baker Street“ von Eve Titus; einer Parodie der „Sherlock Holmes“- Romane.
Unter der Federführung des Animatorenduos Ron Clements und John Musker („The Little Mermaid“) und der beiden Drehbuchautoren Burny Mattinson („Tarzan“) und Dave Michener („Oliver & Company“) begann man Mitte der 80er Jahre mit der Produktion.

Nachdem man mit „The Black Cauldron“ einen riesigen finanziellen Misserfolg verbuchen musste, achtete CEO Michael Eisner darauf, dass der folgende Film günstiger, und somit weniger risikobehaftet produziert werde.
Daher betrug das Budget nur gerade 10 Mio $ – ein Viertel des Budgets seines Vorgängers.

Vincent Price (r.) bei den Aufnahmen

Vincent Price (r.) bei den Aufnahmen

Als Sprecher konnten Barrie Ingham („The Day Of The Jackal“) als Basil und Val Bettin („Hercules“) als Major Dawson gewonnen werden, Susanne Pollatschek sprach Olivia

Horrorlegende Vincent Price („House Of Usher“) lieh Professor Ratigan seine Stimme, Candy Candido („Peter Pan“) dessen Henchman, Fidget, und Alan Young („Beverly Hills Cop III“), die Stimme von Scrooge McDuck, intonierte Olivia’s Vater.

Der spätere Disney-Stammsprecher Frank Welker („Aladdin“) lieh dem Hund Toby und der Katze Felicia seine Stimme, während die Originalstimme von „Sherlock Holmes“ – Legende Basil Rathbone („The Hound Of The Baskervilles“) kurzzeitig zu hören ist.

Die Musik schrieb Oscarpreisträger Henry Mancini („The Pink Panther“), Die Sängerin Melissa Manchester („For The Boys“) schrieb den Song „Let Me Be Good To You“ den sie im Film auch gleich selbst singt.

„The Great Mouse Detective“ wurde zwar zu einem finanzieller Erfolg, an den Kinokassen musste sich der Film jedoch einem andern animierten Mäuseabenteuer geschlagen geben: „An American Tail“.

Fazit:
Nach dem gescheiterten Experiment „The Black Cauldron“ besann man sich bei Disney mit „The Great Mouse Detective“ auf seine alten Qualitäten zurück; gute Unterhaltung und ansprechende Animation.

Mit einem vergleichsweise kleinen Budget holt das spätere Erfolgsduo Ron Clements und John Musker das Maximum aus dem Film.
Optisch lässt man nichts anbrennen, besinnt sich wieder auf den „klassischen“ Disney-Stil, erzeugt aber dank des verbesserten Xerographen-Verfahrens einen weicheren und angenehmeren Look.

Hinter den Mikrofonen konnte man wieder eine erstklassige Garde aufbieten, und sowohl Barrie Ingham in der Rolle Basil’s als auch Val Bettin als Major Dawson könnnen überzeugen.
Überflügelt werden sie jedoch vom unverkennbaren Vincent Price, der dem schurkischen Ratigan jede Menge diabolisches Charisma verleiht, und dem die Spielfreude förmlich anzuhören ist.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Filmmusik des Altmeisters Mancini, die stimmige Orchestralmusik untermalt die Handlung vorzüglich; und die drei Songs (von denen gleich zwei von Vincent Price dargeboten werden) gefallen mit ihrer augenzwinkernden Lyrik.

Inhaltlich erreicht der Film zwar nicht die Tiefe früherer Disney-Werke, die Story wird jedoch ansprechend präsentiert, und bleibt von Anfang bis Ende spannend, wie es sich für ein „Sherlock Holmes“-Abenteuer gehört.

„The Great Mouse Detective“ zählt zwar nicht unbedingt zu den grossen Meisterwerken innerhalb des Disney-Kanons, der Film darf man jedoch getrost als handwerklich wie inhaltlich solider Abenteuerspass bezeichnen, der durch die Mitwirken der Herren Mancini und Price aufgewertet wird.

Der Film, mit dem das Duo Clements und Musker  debütierte, legte zudem einen wichtigen Grundstein für die spätere Disney-Renaissance, und bewies, dass es nach der Durststrecke der 70er und frühen 80er Jahre allmählich wieder aufwärts ging.

4 von 5 Violinensaiten 😉

m4

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