Transcendence

transceposterWally Pfister hat sich einen Namen als Stammmkameramann von Christopher Nolan gemacht.
Nun wechselt er mit „Transcendence“, einem Film über künstliche Intelligenz, erstmals in das Regiefach.
Als Hauptdarsteller konnte Johnny Depp verpflichtet werden.
An seiner  Seite sind nebst Rebecca Hall und Paul Bettany mit Morgan Freeman und Cillian Murphy gleich zwei Darsteller aus dem „Nolan-Universe“ zu sehen.
Christopher Nolan selbst fungierte als Produzent.

Uraufführung: 10.04.2014
Regie: Wally Pfister
Darsteller: Johnny Depp, Rebecca Hall, Paul Bettany, Morgan Freeman, u.a…

Story:
Der Wissenschaftler Dr. Will Caster (Johnny Depp) und seine Ehefrau Evelyn (Rebecca Hall) gehören zu den führenden Forschern auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz.

Die (Computer-)Physiker

Die (Computer-)Physiker

Gemeinsam mit ihren Kollegen Max Waters (Paul Bettany) und Joseph Tagger (Morgan Freeman) gelingt es ihnen einen hochintelligenten Supercomputer zu konstruieren: P.I.N.N.

In der Cyberwelt

In der Cyberwelt

Als Will bei einem Attentat von militanten Technikgegnern tödlich verwundet wird, entschliesst sich Evelyn zu einem radikalen Schritt, sie verbindet Wills Gehirn mit P.I.N.N. und kreiert so eine völlig unabhängig denkende, extrem intelligente künstliche Intelligenz.

Trivia:
Oscarpreisträger  Wally Pfister („Inception“) liebäugelte schon längere Zeit damit, dereinst selbst Regie zu führen.
Die Möglichkeit bot sich ihm als  Jack Paglan ihm exklusiv ein Drehbuch verfasste.
2012 erklärten sich die US-Produktionsfirma Alcon Entertainment und ihr chinesischer Partner DMG Entertainment bereit, das Projekt zu finanzieren.
Als ausführende Produzenten konnten Christopher Nolan und seine Partnerin Emma Thomas (beide „The Dark Knight“) gewonnen werden.

Wally Pfister an der Kamera

Wally Pfister an der Kamera

Für die Hauptrolle wurde Johnny Depp („Lone Ranger“) gecastet.
Für den Part seiner Partnerin Evelyn fasste Pfister zunächst Noomi Rapace ins Auge ehe die Engländerin Rebecca Hall („Iron Man 3“)die Rolle erhielt.

Ihr Landsmann Paul Bettany („A Beautiful Mind“) spielte Will’s Kollege Max Waters, Oscarpreisträger Morgan Freeman („Olympus Has Fallen“) den Wissenschaftler Joseph Tagger und Kate Mara („127 Hours“) die Terrroristin Bree.

Der Ire Cillian Murphy („Batman Begins“) und Cole Hauser („Good Will Hunting“) spielten zwei Regierungsbeamte.

Die Kameraarbeit überliess Pfister diesesmal dem Briten Jess Hall („Son of Rambow“).
Man verzichtete dabei gänzlich auf digitales Filmmaterial und drehte den ganzen Film auf klassischem 35mm-Film.
Den Schnitt übernahm David Rosenbloom („The Insider“) und die Filmmusik stammte vom kanadischen Oscargewinner Mychael Danna („Life of Pi“).

Gedreht wurde „Transcendence“ unter anderem in Los Angeles, sowie den im Bundesstaat New Mexico liegenden Städten Albuquerque und Belen.

Fazit:
Aller Anfang ist bekanntlich schwer.
Wenn man sich, wie Wally Pfister, bereits einen Namen im Filmgeschäft gemacht hat, ist der Neu-Start besonders schwer, sind doch stets grosse Erwartungen da.
Diese vermag Pfister jedoch nicht zu erfüllen, soviel mal zum Voraus.

Betrachten wir zunächst mal die schauspielerischen Leistungen.
Die stärkste Rolle in diesem Film, ist ganz klar jene von Rebecca Hall, die schauspielerisch auch klar aus dem Cast heraussticht.

Hauptdarsteller Johnny Depp spielt den stotischen, leicht verklemmten Intellektuellen in der Art, wie man ihn aus „The Ninth Gate“ oder „Secret Window“ kennt.
Dies mag zwar nicht sonders inspirierend sein, vorwerfen kann man Depp deswegen nichts.

Den auch der Rest der Besetzung, selbst ein Morgan Freeman oder Cillian Murphy, kommt nämlich ebenfalls nicht über durchschnittliche Leistung heraus.
Dies ist dem Drehbuch zuzuschreiben, welches seine Figuren eher Stiefmütterlich behandelt, und ihnen kaum Raum zur Entfaltung gewährt.

Ohnehin ist das Drehbuch alles andere als inspirierend, und die Story wirkt relativ flach und stellenweise vorhersehbar.
Dies hätte nicht sein müssen, böte der Plot grundsätzlich viel Potential, und gerade die sozialkritischen Aspekte hätte man vertiefen könnnen.

Auch optisch hätte ich grundsätzlich mehr vom Film erwartet, doch „leider“ hat Pfister die Kamera diesmal in fremde Hände gegeben.
Jess Hall ist bestimmt kein schlechter Kameraman, und er schafft es einige interessante, starke Bilder zu erzeugen, an die visuelle Kraft von Pfisters Bildern, sei es beispielsweise aus „Inception“, kommt er allerdings nicht.

Das inhaltliche Potential welches „Transcendence“ beinhaltet, wird bei weitem nicht ausgeschöpft.
Fast wirkt es, als ob Wally Pfister sich selbst aus falscher Bescheidenheit ausbremst, sowohl bei der Umsetzung der Geschichte als aber auch visuell.

„Transcendence“ ist partout kein schlechter Film, wirklich inspirierend ist er jedoch nicht, und es ist keine persönliche Note des Regisseurs erkennbar.

Es bleibt zu hoffen, dass sich Pfister bei zukünftigen Filmen stärker einbringen wird, die Möglichkeit dazu hätte er alleweil.

3 von 5 Computerfestplatten

3

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Eine Antwort zu Transcendence

  1. donpozuelo schreibt:

    Der hat mich vom Trailer her schon gar nicht angesprochen. Ich fand die ganze Idee zwar nett, aber irgendwie interessiert mich dieser Film überhaupt nicht. Bin nur sehr erstaunt, dass der Name Nolan auf Postern oder in Trailern überhaupt nicht auftaucht… allein damit hätte dieser Film sicherlich sehr viel mehr Leute ins Kino gelockt. Aber wahrscheinlch will sich Nolan sein Startwochende für „Interstellar“ nicht durch miese Kritiken zu „Transcendence“ versauen lassen 😀

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