Hunting Elephants

a-HuntingElephants-image-for-wordpress-coverDer Film „Latzud Pilim, lit“ (international unter dem Titel „Hunting Elephants“ verbreitet) vom israelischen Drehbuchautor und Regisseur Reshef Levi, avancierte 2013 in Israel zum absoluten Sommerhit.
In der unterhaltsamen Gaunerkomödie ist neben den jüdischen Kinostars Sasson Gabi und  Moni Moshonov, auch der Brite Patrick Stewart zu sehen.
Nun, ein gutes Jahr nach seiner Premiere, ist der Film endlich auch hierzulande zu sehen.

Uraufführung: 4.7.2013
Regie: Reshef Levi
Darsteller: Patrick Stewart, Gil Blank, Sasson Gabi,  Moni Moshonov, u.a…

Story:
Als Jonathan’s (Gil Blank) Vater unerwartet stirbt,
versucht seine Mutter (Yael Abecassis) ihn dazu zu bringen, vermehrt seinen Grossvater (Sasson Gabi) im Altersheim zu besuchen.
Dieser hat sich jedoch heillos mit seinen Verwanten zerstritten, und denkt nicht daran, sich mit seinem Enkel abzugeben.
Stattdessen siniert er mit seinem kauzigen Mitbewohner Nick (Moni Moshonov) über alte Mossad-Zeiten.

Immer Mittwochs: Grossvater- Enkel-Tag

Immer Mittwochs: Grossvater- Enkel-Tag

Als unverhoft Sir Michael (Patrick Stewart), Jonathans adeliger Grossonkel, ein talentloser britischer Theaterschauspieler, auftaucht, bleibt kein Stein auf dem andern, und schon bald findet sich Jonathan und die drei Greise im innern einer Bank – um sie auszurauben wohlgemerkt!

Die üblichen Gebrechlichen

Die üblichen Gebrechlichen

Trivia:
Der israelische Drehbuchautor Reshef Levi liefert mit „Hunting Elephants“ seine zweite Regiearbeit nach seinem gefeierten Debut „Lost Islands“ ab.

Regisseur Reshef Levi an der Premiere

Regisseur Reshef Levi an der Premiere

Für die Hauptrolle castete er den völlig Kamera-unerfahrenen Jungschauspieler Gil Blank, während an seiner Seite eine Handvoll israelischer Altstars agierten.

Der Grossvater,  Eliyahu, wurde von Sasson Gabai („Rambo III“) verkörpert, Moni Moshonov („Two Lovers“) spielte dessen Kumpel Nick und Moshe Ivgy („Munich“)gab den Bankier Dedi.
Yael Abecassis („Kadosh“) spielte Jonathans Mutter.

Ursprünglich sollte der Brite John Cleese den britischen Aristokraten Michael Simpson verkörpern, aufgrund gesundheitlicher Probleme, sprang jedoch sein Landsmann und Kollege Patrick Stewart („X-Men“) für ihn ein.

Die Kamera bediente Yaron Scharf („Shiva“), Isaac Sehayek(„Lost Islands“) schnitt den Film, und Gilad Benamram („Chaos Theory“) schrieb den Score.

Fazit:
Dass die Israelis Komödien drehen können, weiss man spätestens seit Ephraim Kishon, dass der Humor dabei durchaus derb daherkommen kann sollte seit der „Eis am Stiel“-Reihe ebenfalls allseits bekannt sein.

Reshef Levi’s neuester Streich reiht sich nahtlos in diese Reihe ein, und der Regisseur liefert uns ein dialogreichhes Gagfeuerwerk, dass sich nicht scheut tief in der Zottenkiste zu wühlen und dabei den einen oder andern, zugegebenermassen gewöhnungsbedürftigen, Altherrenwitz aufzuwühlen.

Wirklich tief geht der Film dabei nie, weder story- noch figurentechnisch; dafür reiht sich Gag für Gag nahtlos aneinander, und Längen kommen so gut wie gar nie auf.

Beim Cast sticht ganz klar Patrik Steward heraus, allerdings wird er von erstklassigen Kollegen echaufiert, und die drei gestandenen Akteure ergänzen sich vortrefflich.

„Hunting Elephants“ ist kein cineastisches Meisterwerk, und bei weitem nicht jeder Witz sitzt hier gleich gut, doch wie bei einem gelungenen Kabarettabend lässt „Conferencier“ Levi dieselbigen im sekundentakt auf den Zuschauer prasseln und sorgt so Anderthalb Stunden für eine angenehme Konstanz.

3 von 5 Elefantenjägern
3

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