Grace Of Monaco

GRACEofM_PosterNachdem sich der französische Regisseur Olivier Dahan 2006 mit dem international gefeierten „La Môme“ der Biografie der französischen Sängerin Edith Piaf annahm, widmet er sich nun mit „Grace Of Monaco“ voll und ganz der Titelgebenden Grace Kelly, dem Hollywoodstarlett der 50er und späteren Fürstin von Monaco.
Verkörpert wird die Stilikone dabei von der Australischen Oscarpreisträgerin Nicole Kidman.

Uraufführung: 14.5.2014 (Festival de Cannes)
Regie: Olivier Dahan
Darsteller: Nicole Kidman, Tim Roth, Frank Langella, Roger Ashton-Griffiths, u.a…

Story:
Grace Kelly (Nicole Kidman) ist Ende der 50er Jahre eine der populärsten Hollywoodschauspielerinnen, Muse von Alfred Hitchcock (Roger Ashton-Griffiths) und unangefochtene Stilikone, als sie unerwartet den monagessischen Fürsten, Rainier III (Tim Roth) heiratet.

Übern den Dächern von Monte Carlo

Übern den Dächern von Monte Carlo

1962 Grace, mittlerweile Prinzessin Gracia von Monaco und zweifache Mutter, hat sich noch immer nicht so recht mit ihrem neuen Prinzessinendasein anfreunden.
Da bahnt sich die grösste Krise des Zwergstaates an, ein Steuerkrieg mit Frankreich und seinem mächtigen Präsidenten De Gaulle (André Penvern).
In dieser Zeit muss Grace zum standfesten Landesmutter werden, und damit die grösste Rolle ihres Lebens spielen.

Reservoir Dutch

Reservoir Dutch

Trivia:
2010 schrieb der Iranisch-Britische Produzent und Drehbuchautor Arash Amel („Erased“) ein Drehbuch über das Leben und Wirken von Grace Kelly, der späteren Fürstin Gracia Patricia von Monaco.
Gemeinsam mit dem französischen Produzenten Pierre-Ange Le Pogam („Taken“), machte er sich 2012 an die Verfilmung des Stoffes.
Als Regisseur wurde der Franzose Olivier Dahan („La Môme“) verpflichtet.

Grace Kelly und Fürst Rainier III bei ihrer Hochzeit

Die Echte Grace Kelly und Fürst Rainier III bei ihrer Hochzeit (1956)

Für die Titelrolle standen unter anderem gestandene Schauspielerinen wie Charlize Theron, Reese Witherspoon oder Gwyneth Paltrow zur Auswahl.
Schliesslich ergaterte sich die australische Oscarpreisträgerin Nicole Kidman („The Railway Man“) den Part.

Tim Roth („Pulp Fiction“) wurde als ihr Gatte, Rainier III, gecastet, Frank Langella („Frost/Nixon“) verkörperte die Rolle des Kaplan John Francis Tucker.

Die Irin Geraldine Somerville („Harry Potter And The Philosopher’s Stone“) spielte Rainier’s Schwester Antoinette, die Spanierin Paz Vega („Spanglish“) die Operndiva Maria Callas,
der Brite Roger Ashton-Griffiths („Gangs of New York“) gab Alfred Hitchcock, sein Landsmann Robert Lindsay („Wimbledon“) den Reedereiboss Aristotle Onassis.
Charles de Gaulle schliesslich wurde vom Franzosen André Penvern („Inglourious Basterds“) dargestellt.

Während der Cast international daherkommt, setzte man beim Filmteam vermehrt auf lokale, sprich französische, Handwerker.
So führte Éric Gautier („Taking Woodstock“) die Kamera, Olivier Gajan („Hostage“) übernahm den Schnitt, und Gigi Lepage („La Vie Promise“) die bereits mehrfach mit Regisseur Dahan zusammengearbeitet hatte, zeichnete sich für das Kostümdesign verantwortlich.
Die Filmmusik übertrug Dahan dem Briten Christopher Gunning der bereits den Soundtrack zu „La Môme“ beigesteuert hatte.

Gedreht wurde nebst Aussenaufnahmen in Monte Carlo, unter anderem in Paris, im norditalienischen Ventimiglia und Genua gedreht.

Fazit:
„Grace Of Monaco“ zählt wohl zu den meisterwartetsten Biopics des Jahres und sorgte mit den negativen Äusserungen und den Boykott seitens der monegassischen Fürstenfamilie noch vor seiner Veröffentlichung für Furore.
Ob sich diese Aufregung gelohnt hat?

Denn dass Regisseur differenzierte Biopics drehen kann, hat er ja mit seiner Edith Piaf – Lebensgeschichte bestens bewiesen.
Doch „Grace Of Monaco“ ist anders.
Hier dreht es sich um ein Mädchen aus der Pariser Gosse, hier geht es um die, schier traumhaft wirkende, Märchenwelt der Grace Kelly – modernes „High Society“ quasi.

Da liegt das grösste Problem des Streifens: die Prinzessinen-Story die an 60er-Schinken wie die „Sissi“-Trilogie erinnert, wirkt allzu kitschig und zuckersüss, und der Versuch die Trivialität der Story mitttels einem, historisch unkorrekt dargestellten und völlig aufgebauschtem Pseudo-Politthriller zu mildern, scheitert kläglich.
Einen tieferen Sinn sucht man so den ganzen Film hindurch vergeblich, und auch der Schlussmonolog von Kidman bringt kein Licht ins Dunkel

Man muss dem Film allerdings auch ganz klar seine Stärken attestieren; die ganz klar im visuelllen Bereich zu finden sind.
Die weichgezeichneten Bilder, erzeugen eine Eleganz, wie man sie sich eher aus dem Werbefilm gewohnt ist, und die prunkvollen Kostüme und Dekors lassen den Glanz der Sechziger gekonnt wieder aufleben.

Auch schauspielerisch kann der Film punkten; gerade Nicole Kidman spielt sehr ambitioniert.
Ihre beiden Co-Stars Roth, und insbesonders Langella geben sich jedoch keine Blösse, und vermögen ebenso zu überzeugen.
Leider gehen neben diesem Trio die Nebendarsteller etwas unter und kommen nicht über die Funktion von besseren Stichwortgebern hinaus.

An „Grace Of Monaco“ sollte man keine allzugrossen Erwartungen stecken, denn der Film kommt nicht über triviales und über weite Strecken kitschiges Adels-Geplänkel heraus.
Absolute Grace Kelly Fans werden wohl auf ihre Kosten kommen; sah man doch seit den Fünzigern nicht mehr so viel Grace Kelly auf der Leinwand; und fast ist der Unterschied zwischen der Echten Grace und Nicole Kidman nicht auszumachen.

3 von 5 Spieljetons in einem Casino von Monte Carlo

3

 

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