Star Wars – Episode IV: A New Hope

Star_wars_oldMit „Star Wars“, seinem dritten Spielfilm, schrieb George Lucas  1977 nicht mehr und nicht weniger als Filmgeschichte.
Das Weltraummärchen, dass vom Kampf der Rebellen gegen das intergalaktische Imperium handelt, gehört zu den meistzitierten und populärsten Filmen der neueren Kinogeschichte,
setzte Masstäbe im Bereich der cineastischen Tricktechnik, und gewann zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1978 sechs Oscars.
Hier nun die Review zu einem meiner absoluten Lieblingsfilme.

Uraufführung: 25.5.1977
Regie: George Lucas
Darsteller: Mark Hamill, Carrie Fisher, Alec Guiness, Peter Cushing, u.a…

Story:
In einer weit, weit entfernten Galaxie…
In ihrem Kampf gegen das allesbeherrschende Imperium konnte die Rebellenarmee unter Ägide Prinzessin Leia‘ (Carrie Fisher) in den Besitz von geheimen Plänen kommen.
Doch der böse Darth Vader (David Prowse/James Earl Jones) ist ihr dicht auf den Fersen.

Drei glorreiche Sternekrieger

Drei glorreiche Sternekrieger

In letzter Minute sendet Prinzessin Leia kurzerhand ihre beiden Droiden C3PO (Anthony Daniels) und R2-D2 (Kenny Barkers) mit den Geheimplänen aus, um den legendären Jedimeister Obi-Wan Kenobi (Alec Guinness) aufzusuchen.

"There can be only one!"

„There can be only one!“

Das Schicksal führt die beiden zum Farmerjungen Luke Skywalker (Mark Hamill), der dadurch unverhofft in die intergalaktischen Kriegswirren gerät.
Gemeinsam mit Obi-Wan, dem draufgängerischen Piloten Han Solo (Harrison Ford) und dessen Begleiter Chewbacca (Peter Mayhew) stürzt sich Luke so in ein Abenteuer, dass sein Leben für immer verändern wird.

Trivia:
Noch während den Dreharbeiten zu „THX 1138“ schwirrte George Lucas die Idee zu einem Weltraummärchen im Kopf herum.
Unter den Titel „Journal of the Whills“ verfasste er so ein erstes, 14-seitiges Drehbuch.
Doch sowohl Universal Studios wie auc United Artist lehnten es ab, den Film zu produzieren.

Erst nach gründlicher Überarbeitung des Stoffes und Umbenenung in „Star Wars“, aber auch dem imensen Erfolg den sein Zweitlings „American Graffiti“ erzielen konnte, gab 20th Century Fox grünes Licht zur Produktion.

Bei den Vorbereitungen zu Brian DePalma’s „Carrie“ lernte Lucas Mark Hamill („The Big Red One“) und Carrie Fisher („The Blues Brothers“) kennen, die er schliesslich als Luke und Leia castete.
Für letztere Rolle war kurzzeitig auch Jodie Foster im Gespräch gewesen.
Harrison Ford („Air Force One“)wurde als Schmugglerpilot Han Solo engagiert und stach dabei Mitbewerber wie Kurt Russell, Sylvester Stallone und Christopher Walken aus.

Peter Cushing, George Lucas und Carrie Fisher (v.l.n.r.)

Peter Cushing, George Lucas und Carrie Fisher (v.l.n.r.)

Der britische Oscarpreisträger Alec Guinness („The Bridge On The River Kwai“) verkörperte Obi-Wan Kenobi, sein Landesmann, Hammer-Horrorlegende Peter Cushing („Dracula“ (1958)), den imperialen Befehlshaber, Grand Moff Tarkin.

Anthony Daniels („The Lord Of The Rings“ (1978)) und der kleinwüchsige Kenny Baker („Time Bandits“) spielten die beiden Droiden C-3PO und R2-D2.
Für die Rolle von Darth Vader wollte man zunächst Peter Mayhew („Sinbad And The Eye Of The Tiger“) engagieren; schliesslich ging der Part an den Bodybuilder David Prowse („Vampire Circus“), und Mayhew durfte den Wookie Chewbacca spielen.
James Earl Jones („The Lion King“) lieh Darth Vader seine Stimme.

Die Dreharbeiten begannen 1976.
Gedreht wurde nebst Studiioaufnahmen in den legendären Shepperton und Elstree Studios in England, in den Wüsten Mexicos und Tunesiens.
Die Kameraarbeit übernahm Gilbert Taylor („Dr. Strangelove) während zunächst John Jympson („A Fish Called Wanda“) für den Filmschnitt engagiert wurde.
Da Lucas jedoch unzufrieden mit dessen Arbeit war, wurde er durch Brian DePalmas Stamcutter, Paul Hirsch („Ray“), Lucas‘ damalige Ehefrau Marcia („Alice Doesn’t Live Here Anymore“)und Richard Chew („One Flew Over the Cuckoo’s Nest“) ersetzt.

Für das Produktionsdesign waren John Barry (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Bond-Komponist „A Clockwork Orange“), Norman Reynolds („Superman“) und Leslie Dilley („Alien“) verantwortlich, die visuellen Spezialeffekte entstanden unter Federfürung von John Stears („Goldfinger“) und John Dykstra („Spider-Man“) in der Hauseigenen Trickschmiede „Industrial Light & Magic“, und Ben Burtt („WALL-E“) kreierte das Soundesign.

Auf Empfehlung von Steven Spielberg hin, engagierte Lucas den Komponisten John Williams, der für seine Arbeit an Spielbergs „Jaws“ eben den Oskar gewonnen hatte.
Der Film war 1978 für 10 Oscars nominiert, gewann deren 6, darunter für den Schnitt, die Spezialeffekte oder die Kostüme; sowie einen Spezialpreis für die Soundeffekte.

Fazit:
Einen Film wie „Star Wars“, bzw. „A New Hope“, wie er mittlerweile heisst, zu besprechen ist immer schwer.
Einerseits handelt es sich bei den Film um einen Meilenstein der Filmgeschichte; andererseits gäbe es so viel positive Aspekte herauszustreichen, das Review würde unendlich lange.

So versuche ich nun eine grobe Zusammenfassung zu geben, im Bewusstsein, dem Film nicht voll und ganz gerecht zu werden.

Beginnen wir mit der Story, die, in ihrem Aufbau und nicht von ungefähr, an ein klassisches Fantasymärchen erinnert, in dem der ewige Kampf zwischen Gut und Böse dominiert, und der Held an seiner Aufgabe wächst.
Die Dramatik baut sich langsam und stufenweise auf und der Spannungsbogen hält sich bis hin zum epischen Schlussschlacht aufrecht.

Lucas bedient sich bei den verschiedensten Quellen, seien es die japanischen Samuraifilme a la Kurashiwa, die Italo-Western eines Leones, oder aber Fantasywelten in Tradition Tolkiens.
Dies macht sich sowohl in der Story, aber auch bei der Figurenkonstellation bemerkbar.
Da hätte man den Jüngling der unverhofft ins Abenteuer seines Lebens gerät, den weisen Mentor, die kriegerische Prinzessin, den draufgängerischen Abenteurer sowie den finsteren Kriegerfürsten.

Ein weiterer Aspekt ist ganz klar die Machart.
Nebst interessanter Bildgestaltung und erstklassigen Schnitten, sind es die Spezialeffekte, die ihrerseits Filmgeschichte schrieben, aber auch die spannenden Sets und Design des Filmes, das „Star Wars“ zum künstlerischen Meilenstein macht.
Die „used future“ die Lucas konsequent gebraucht, schafft dabei eine gewisse Authenzität.

Nebst den inhaltlichen und visuellen Aspekten, sollten die Darsteller nicht vergessen werden.
Auch wenn es Lucas mehr um die Geschichte und deren visuelle Umsetzung, denn um grosses Schauspielkino geht, können die Darsteller allesamt punkten.

Zugegeben von der „jüngeren“ Garde überzeugt hauptsächlich Harrison Ford; die Altmeister Alec Guiness und insbesonders Peter Cushing, der den finsteren Grand Morf Tarkin mit einer herrlich aristokratisch, überheblichen Art zu verkörpern mag, geben dem Film jedoch auf schauspielerischen Ebene grosse Klasse.

James Earl Jones schliesslich, ist schlicht perfekt als Darth Vader (auch wenn er ihm „bloss“ die Stimme lieh), und einer der besten Voicecasts der Filmgeschichte.

„Star Wars“ hat bald 40 Jahre auf dem Buckel; gealtert ist der Film in dieser Zeit praktisch nicht.
Denn obschon die Effekte heutzutage für jedes CGI-Studio leicht zu bewerkstelligen wären, wirken sie gerade durch den Charme des Handgemachten unvergänglich und können sich noch heute nach wie vor sehen lassen.
Die epische, märchenhafte Story bleibt ohnehin zeitlos, ebenso die starken Charaktere.
Es ist nicht verwunderlich dass dieser Film nicht nur Kinogeschichte schrieb, sondern zu den meistzitierten Werken der letzten Jahrzehnte geworden ist.

5 von 5 Lichtschwertern

5

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