Star Wars – Episode V: The Empire Strikes Back

empire-strikes-back-posterDrei Jahre nach „Star Wars“, welcher zu einem der erfolgreichsten Filme aller Zeiten avancierte,
präsentierte George Lucas mit „The Empire Strikes Back“ 1980 die Fortsetzung.
Die Regiearbeit überliess Lucas dieses Mal seinem Kollegen Irving Kershner, um sich vermehrt der Herstellung der Spezialeffekte widmen zu können.
Dennoch (oder gerade deswegen) entstand dabei der, meiner Meinung nach, beste Film der gesamten „Star Wars“-Franchise.
Lest hier meine ausführliche Review:

Uraufführung: 25.5.1980
Regie: Irvin Kershner
Darsteller: Mark Hamill, Carrie Fisher, Harrison Ford, Frank Oz, u.a…

Story:
Der Kampf der Rebellen gegen das intergalaktische Imperium geht auch nach der Zerstörung des Todessterns weiter.
Die Rebellen, neu verstärkt mit Luke Skywalker (Mark Hamill) und Han Solo (Harrison Ford), haben sich auf dem Eisplaneten Hoth verschanzt.

Fire And Ice

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Doch der finstere Darth Vader (David Prowse/James Earl Jones) und seine Schergen verfolgen die Aufständischen unerbittlich und liefern sich mit ihnen eine riesige Schlacht.
Ausgerechnet in dieser heissen Phase entschliesst sich Luke sein Jeditrainig fortzusetzen, und trennt sich von den Rebellen um den Jedi-Altmeister Yoda (Stimme: Frank Oz) aufzusuchen.

Good vs. Evil - Ein Zeitloser Klassiker...

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Trivia:
Noch ehe „A New Hope“ abgedreht war, hatte George Lucas bereits Pläne zu weiteren Filmen.
Nachdem der Film 1977 zum bahnbrechenden Erfolg wurde, begann Lucas gemeinsam mit Lawrence Kasdan („Body Heat“) und der Schriftstellerin und Drehbuchautorin Leigh Brackett („Rio Bravo“) an die Ausarbeitung eines Drehbuches: „The Empire Strikes Back“.

Da George Lucas sich bei diesem Film voll und ganz auf die Produktion fokusieren wollte, die er zu einem Grossteil aus eigener Tasche finanzierte, übertrug er den Regieposten an seinen Kollegen Irvin Kershner („Never Say Never Again“).
Die Dreharbeiten begannen 1979 im norwegischen Finse und wurden in den englischen Elstree Studios, auf über 60 Sets fortgeführt.

Regisseur Irvin Kershner, Produzent George Lucas, und Drehbuchautor Lawrence Kasdan (v.l.n.r.)

Regisseur Irvin Kershner, Produzent George Lucas, und Drehbuchautor Lawrence Kasdan (v.l.n.r.)

Die meisten Darsteller aus „A New Hope“ traten auch hier wieder in ihren Rollen auf.
Neu zum Cast stiessen unter anderen Billy Dee Williams („Batman“) als Schmugglerbaron Lando Calrissian, Julian Glover („For Your Eyes Only“) als imperialer General sowie Regisseur und Schauspieler Frank Oz („The Muppet Movie“) der Yoda seine Stimme lieh.
Der Imperator, der hier zum ersten Mal kurz auftrat wurde von Elaine Baker, der Ehefrau des Maskenbildners Rick Baker’s („The Wolfman“) verkörpert, der Neuseeländer Clive Revill („The Black Windmill „) sprach seine Dialogzeilen.

Der Brite Peter Suschitzky („Mars Attacks!“) zeigte sich neu für die Kameraführung verantwortlich, den Schnitt übernahm wie beim Vorgägerfilm Paul Hirsch, und das Produktionsdesign unterstand erneut unter Leitung von John Barry, Norman Reynolds und Leslie Dilley.
Für die visuellen Spezialeffekte engagierte Lucas nebst den Bisherigen Dennis Murren, Richard Edlund und Bruce Nicholson, neu den Oscarpreisträger Brian Johnson („Alien“).

Mit einem Budget von über 25 Mio $ gehörte „The Empirs Strikes Back“ zu den teuersten Produktionen seiner Zeit; spielte seine Kosten jedoch bereits am ersten Wochenende wieder ein.
Der Film gewann zudem zwei Oscars; für die besten Soundeffekte und für die besten Spezialeffekte.

Fazit:
Nachdem „A New Hope“ bereits cineastische Massstäbe gesetzt hat, ist eine Steigerung des Niveaus schwer vorstellbar.
Doch George Lucas und seinem Team gelingt das Kunststück, scheinbar spielend, und man schuf einen der besten Filme der Kinogeschichte.

War der Dreh des Erstlings noch ein Wagnis, so spürt man hier förmlichn das, aus dem Erfolg desselbigen resultierende, Selbstvertrauen; denn in allen Bereichen fand eine superlativierung statt.
Irving Kershner füllt zudem als Regisseur die Fussstapfen George Lucas‘ bestens aus.

Die Story baut perfekt auf dem Vorgänger auf, geht jedoch in die Tiefe und arbeitet die wesentlichen Figuren deutlicher heraus als es dies der Vorgänger tat.
Die sich langsam aufbauende Lovestory zwischen Leia und Han Solo, die inneren Kämpfe Lukes Skywalker, aber auch der Storytwist und Cliffhanger zum Ende des Filmes hin; es sind diese Elemente die „The Empire Strikes Back“ zu erstklassischem Erzählkino machen.

Hinzu kommen die technischen Kniffs; die erstklassig ausgeleuchtet und inszenierten Bilder von Kameramann Suschitzky, aber auch der adäquate, dem Erzähltempo dienliche, Schnitt Paul Hirsch’s.
Bei den Darstellerleistungen sind, der vertieften Charakterzeichnung im Drehbuch geschuldete, Steigerungen auszumachen, und gerade Harrison Ford läuft zu Höchstform auf.

Beim Produktionsdesign, insbesonders den unzähligen Sets gab man sich ebensowenig Blösse wie bei den wiederum erstklassigen Spezialeffekten; von kämpfenden Riesenrobotern über Raumschiffmanöver bis hin zu unzähligen Puppentricks; – Lucas und sin Team lassen die ferne Galaxie glaubwürdig aufleben.

Last but not Least sei noch John Williams erstklassiger Score zu erwähnen.
Schuff er bereits im ersten Teil erstklassige Orchestralsuiten, die nicht von ungefähr an die pompösen Filmklänge eines Erich Wolfgang Korngold erinnern, so schrieb er hier einen Soundtrack, der dem Altmeister locker dass Wasser reicht und in der Bandbreite dem klassischen Werk eines Richard Wagners nahekommt.
Man denke nur an den „Imperial March“ einem Thema das (Film-)Musikgeschichte schrieb.

Mit „The Empire Strikes Back“ bewies Lucas und sein Team dass eine Superlative zu „Star Wars“ möglich sei.
Regisseur Irvin Kershner inszeniert ein Film mit der nötigen inhaltlichen Substanz und genügend Figurentiefe, legt dabei aber gleichzeitig ein angenehm hohes Erzähltempo hin.

Dies ist Abenteuerkino vom feinsten, und „The Empire Strikes Back“ unterstreicht den Kultstatus von „Star Wars“ indem es auf ihm aufbaut.
 
5 von 5 imperialen Gegenschlägen

5

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