Star Wars – Episode V: Return Of The Jedi

return of the jediAuf den Tag genau sechs Jahre nach der Urafführung von „Star Wars“ kam der dritte (und abschliessende) Teil der Reihein die Kinos:
„Return Of The Jedi“ .
Ich gebe es ganz offen zu: für mich ist es der schwächste Teil der alten „Star Wars“-Trilogie.
Zu viel Raum wurde hier den, zugegebenermassen erstklassigen, Effekten und dem Figurendesign gewidmet, zu wenig Platz hingegen der Figuren- und Storyentwicklung.
Doch lest hier meine ausführliche Review:

Uraufführung: 25.5.1983
Regie: Richard Marquand
Darsteller: Mark Hamill, Carrie Fisher, Harrison Ford, Ian McDiarmid, u.a…

Story:
Nachdem Han Solo (Harrison Ford), in Karbonit eingefroren, dem finsteren Schmugglerboss Jabba ausgeliefert wurde, machen sich Luke Skywalker (Mark Hamill) und Prinzessin Leia (Carrie Fisher) auf, ihn zu befreien.

In der guten Stube...

In der guten Stube…

Doch zur selben Zeit machen sich imperiale Truppen unter Führung Darth Vader’s (David Prowse/James Earl Jones) an den Bau eines neuen, tödlicheren Todesstern, und die Rebellen müssen also sämtliche Kräfte bündeln, wollen sie gegen das Imperium bestehen.

The Emperors new flash

The Emperors new flash

Dass Luke seine Ausbildung zum Jedimeister nahezu abgeschlossen hat, kommt ihnen hierbei zu Gute.
Allerdings plant der diabolische Imperator (Ian McDiarmid) sich ebendiesen Vorteil zu Nutzen zu machen…

Trivia:
Gemeinsam mit Lawrence Kasdan verfasste George Lucas das Drehbuch zum dritten und abschliessenden Teil seiner „Star Wars“-Trilogie : „Revenge Of The Jedi“.
Für den Regieposten sah er zunächst Oscarpreisträger David Lynch vor, dieser drehte jedoch mit „Dune“ einen eigenen Sci-Fi-Streifen.
So fiel die Wahl schliesslich auf den, relativ unbekannten, Walisen, Richard Marquand („Jagged Edge“).

Setaufnahme mit Regisseur Richard Marquand (ganz Rechts, stehend)

Setaufnahme mit Regisseur Richard Marquand (ganz Rechts, stehend)

Um die Dreharbeiten so geheim wie möglich zu halten, fanden die sie unter dem Fake-Titel „Blue Harvest“ statt.
Als Drehort fungierten wiederum die englischen Elestree-Studios, aber auch die Yuma-Wüste in Arizona und kalifornische Wälder.

Beim Cast veränderte sich wenig; die Hauptcharaktere aus den ersten beiden Filmen wurden auch hier wieder von denselben Darstellern verkörpert.
Neuzugänge waren der Schotte Ian McDiarmid („Sleeping Hollow“) als Imperator, und der kleinwüchsige Warwick Davis („Harry Potter And The Philosopher’s Stone“) als Ewok-Leader.
Der Brite Sebastian Shaw („It Happened Here“) verkörperte den demaskierten Darth Vader.

Der Brite Alan Hume („For Your Eyes Only“) führte neu die Kamera, Marquand’s langjähriger Cutter Sean Barton („Eye Of The Needle“) schnitt gemeinsam mit Duwayne Dunham („Wild At Heart“) und Lucas‘ Ehefrau, Marcia Lucas, den Film.
Das Produktionsdesign unterstand erneut Norman Reynolds und Fred Hole („The World Is Not Enough“), während die visuellen Spezialeffekte wiederum unter Federführung von Richard Edlund und Dennis Muren entstanden.

Kurz vor Veröffentlichung des Filmes änderte Lucas den Titel in „Return Of The Jedi“, da für ihn „Rache“ ein mit den Jdeis unkompatibler Charakterzug darstellte.

Fazit:
Dass „Return Of The Jedi“ einen Ehrenoscar für die Spezialeffekte gewann, ist ebenso verdient wie aussagekräftig.
Denn im letzten Teil der alten „Star Wars“ – Trilogie nehmen die Effekte zunehmend Überhand.

Nebst den actionlastigen Weltraummanöver und atemberaubenden Speedracer-Rennen, tummeln sich hier unzählige maskierte, kostümierte und animierte Figuren rum, was der Story nicht immer förderlich ist.
Denn insbesonders durch die Ewoks büsst der Film viel der mit „The Empire Stikes Back“ gewonnene Ernsthaftigkeit ein.

Die Hauptdarsteller rücken zudem durch die ganzen „Viecher“ und Effekte etwas gar stark in den Hintergrund, die Figurenentwicklung stagniert weitestgehend und selbst ein Darth Vader verliert hier an Ausstrahlung.

Das Drehbuch bietet weniger dramatische Höhepunkte, als noch die Scripts seiner Vorgänger – es wirkt als ob die Luft aus dem Reifen sei – und dadurch dass die Story zuoft und zulange an bestimmten Punkten verweilt, kann auch nicht an das hohe Erzähltempo der ersten beiden Film angeknüpft werden.

Dennoch sind auch in diesem Teil der Reihe qualitative Konstante auszumachen.
Nebst dem sicheren Wert Harrison Ford, der wiederum herrlich augenzwinkernd daherkommt gläntzt hier erstmals Ian McDiarmid, der den bösartigen Imperator absolut genial verkörpert.

Auch das handwerkliche Niveau bleibt hoch.
Wenngleich auch Regisseur Richard Marquand weniger persönliche Note, als noch Irving Kershner, in das Projekt einbringen kann, so bleibt er dem vorgegebene Niveau treu.
John Williams gibt sich keine Blösse und komponiert erneut einen grossartigen Soundtrack.

„Return Of The Jedi“ ist ein Effektfeuerwerk, dass jedoch den eigentlichen Hauptfiguren und der Story zuwenig Raum einräumt.
Inhaltliche Dramatik kommt erst gegen Ende des Filmes auf, und Ian McDiarmid spielt seine (schauspielerischen) Kontrahenten förmlich an die Wand.
Dennoch muss beachtet werden dass es sich um einen „Star Wars“-Film handelt, und die Qualitäten, die die Franchise gross gemacht haben, stets eingehalten werden.
Angesichts dessen, und in Anbetracht der folgenden Episoden (I-III):
 
4 von 5 Ewok-Kriegern

4

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