Star Wars – Episode I: The Phantom Menace

phantom menaceAuch nach „Return Of The Jedi“ liess George Lucas das Thema „Star Wars“ nicht los.
So brachte er 1997 eine komplett überarbeitete Fassung der „alten“ Trilogie in die Kino, um zwei Jahre später den ersten Teil der neuen Trilogie; „The Phantom Menace“, zu lancieren, und damit die Vorgeschichte zu „Star Wars“ erzählen zu können.
Der Film wurde mit Spannung erwartet, spaltete die Fangemeinde jedoch nach seinem Erscheinen.

Uraufführung: 19.5.1999
Regie: George Lucas
Darsteller: Liam Neeson, Ewan McGregor, Natalie Portman, Ian McDiarmid, u.a…

Story:
Nachdem die intergalaktische Handelsföderation den friedlichen Planeten Naboo mit einem Handelsembargo blockiert, sendet der Kanzler des Galaktischen Senats (Terence Stamp) den Jedi-Meister Qui-Gon-Jinn (Liam Neeson) und seinen Schüler Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) aus, um zu vermitteln, und mit Königin Amidala (Natalie Portman), der Herrscherin von Naboo, Kontakt aufzunehmen.

Zu Tisch..

Zu Tisch..

Die Verhandlungen scheitern, und so müssen die beiden Jedis mit Amidala die Flucht antreten.
Sie können auf dem abgeschiedenen Wüstenplaneten Tatooine notlanden, wo sie auf den Sklavenjungen Anakin Skywalker (Jake Lloyd) treffen.
Doch die Handelsföderation ist ihnen auf der Spur, und setzt den bösen Sith-Lord Darth Maul (Ray Park) auf sie an.

Two against one

Two against one

Trivia:
Bereits bei den Dreharbeiten zur „alten“ „Star Wars“-Trilogie, plante George Lucas eine Prequel-Trilogie, die die Vorgeschichte erzählen sollte.
1994 machte er sich daran diese Vorhaben in Wirklichkeit umzusetzen und verfasste ein erstes Drehbuch, das den Titel: „The Beginning“ trug.
Nach mehrmaliger Überarbeitung und Abänderung des Titels in „The Phantom Menace“, begann Lucas unter Mithilfe des Produzenten Rick McCallum („Radioland Murders“)1997 mit der Produktion.

Den Regieposten übernahm Lucas gleich selbst und lancierte damit sein Regie-Comeback nach über 20 Jahren.
Mit dem Produktionsdesign wurde Gavin Bocquet („The Bank Job“) betraut, indess der Taiwanese Doug Chiang („The Polar Express“) sich für das Artwork  verantwortlich zeigte.

Dreharbeiten vor Blue Screen

Dreharbeiten vor Blue Screen

Der Irische Oscarpreisträger Liam Neeson („Schindler’s List“) wurde als Qui-Gon Jinn gecastet, der Schotte Ewan McGregor („August: Osage County“) verkörperte den jungen Obi-Wan Kenobi – eine Rolle für die unter anderen auch Kenneth Branagh im Gespräch war – und Natalie Portman („Léon“) spielte Padmé Amidala.
Sofia Coppola („Lost In Translation“) und Keira Knightley („Pirates Of The Caribbean: The Curse Of The Black Pearl“) spielten zwei ihrer Zofen.

Jake Lloyd („Madison“) stach über 100 Mitbewerber im Rennen um die Rolle des Anakin Skywalkers aus, und der schottische Stuntman Ray Park („X-Men“) verkörperte den bösen Darth Maul, Peter Serafinowicz („Shaun Of The Dead“) lieh der Figur indess die Stimme.
Ahmed Best („2001 Maniacs: Field of Screams“) sprach den Gungan Jar Jar Binks und führte das Motion capturing für die Figur aus.

Samuel L. Jackson („Pulp Fiction“) spielte die Rolle des Jedi-Meisters Mace Windu, Terence Stamp („Superman II“) Finis Valorum den Kanzler der Republik.
Aus der alten Trilogie waren Ian McDiarmid in der Rolle des Senator Palpatine; Anthony Daniels, Kenny Baker und Frank Oz als C-3PO, R2-D2 und Yoda, sowie Warwick Davis in kleinen Nebenrollen, auf.

Gedreht wurde, wie bereits 1976, in Tunesien, im Königspalast von Caserta in Italien und den britischen Leavesden Studios.
Die Kameraarbeit tätigte David Tattersall („The Green Mile“), Soundeffekte-Meister Ben Burtt und Paul Martin Smith („Journey To The Center Of The Earth“) den Schnitt.
Die Spezialeffekte entstanden unter der Ägige von Star Wars-Veteran Dennis Muren, John Knoll („Pacific Rim“) und Scott Squires („The Mask“), Ben Burtt übernahm das Sounddesign und John Williams schrieb erneut den Soundtrack.

Fazit:
Bereits mit der „Überarbeitung“ der alten Trilogie, 1997, hat sich George Lucas nicht nur Freunde gemacht.
Mit „The Phantom Menace“ spaltete er die Fangemeinde ein weiteres Mal.

Zunächst musss man sich mal die Frage stellen, ob es überhaupt eine Vorgeschichte zu, in sich stimmigen, und abgeschlossenen Original-Trilogie braucht.
Darüber kann man sich ja noch getrost streiten, die Art wie uns Lucas dieses Prequel präsentiert, ist allerdings ganz starker Tobak.

Einerseits wäre hier die Story, die die inhaltliche Tiefe und Ausgewogenheit der Vorgänger vermissen lässt, und mehr wie ein buntes Potpurri von Figuren und Schauplätzen daherkommt.
Die Dialoge sind ebenfalls eher minimal gehalten und das Drehbuch verlangt den Darstellern nicht besonders viel.
Irgendwie kommt man zudem das Gefühl nicht los, das Lucas diesen Film bewussst auf ein sehr junges Publikum ausgerichtet hat.

Bei den Figuren gibt es dennoch einige interessante Bereicherungen – Qui-Gon Jinn oder Darth Maul gehören dazu – andere allerdings, in allerersten Linie der supernervige Jar-Jar Binks, gehören ganz klar in die Kategorie „unverzeihbare Fehler“.

Das zweite grosse Manko ist die exzessive Nutzung der digitalen Mittel.
Abgesehen von einer, 2sekündigen Sequenz, gibt es kein Frame, welches nicht digital überarbeitet wurde.
Dies nimmt dem Film ein Stück weit den Charme des Handgemachten, den die Original-Trilogie noch versprühte, und man muss sich fragen ob hier nicht die mögliche Merchandise-Ausschlachtung ausschlaggebend war.

Allerdings zeugt das CGI von einer hohen Qualität, und gerade beim handwerklichen Know-how bleibt man dem Niveau der Franchise treu.
So gefällt gerade das Design des Filmes recht gut, insbesonders die prächtigen Kostüme von Trisha Biggar („Beautiful Creatures“).
Beim Sounddesign lässt sich Altmeister Ben Burtt nicht lumpen, und John Williams, der sein Ruf als erstklassiger Komponist seit „Return Of The Jedi“, mit Filmen wie „Jurassic Park“ und „Schindlers List“ zementieren konnte, wartet hier mit einem starken, differenzierten Score auf.

Starke Momente kann der Film zudem gerade in den Action-Szenen erzeugen, und nebst dem atemberaubende Pod-Rennen, generieren insbesonders die wuchtigen Jedi-Kämpfe, ein rasantes Tempo das gefällt.
Weniger gefällig, und irgendwie befremdlich, wirken die pseudo-wissenschaftliche Erklärungsversuche der Macht, aber auch der Versuch, eine Art Politthriller einzubauen.

„The Phantom Menace“ das erste Kapitel der neuen Trilogie, kann seinen Vorgängern kaum das Wasser reichen.
Der Charme von Episode IV-VI wird kaum erreicht, optisch nicht, und noch viel weniger inhaltlich.
Die schwache Story wird ob dem überintensiven Gebrauch von Effekten in den Hintergrund gerückt, und Leider herrscht bei der Figurenverteilung ein krasses Missverhältniss (zuviel Jar-Jar, zuwenig Darth Maul).
Ein optisch ansprechender und solide gemachter, ansonsten jedoch nichtssagender, und im Endeffekt gescheiterter Versuch den Geist der alten „Star Wars“-Filme heraufzubeschwören

3 von 5 Midi-Chlorianer

3

 

 

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