Star Wars – Episode III: Revenge Of The Sith

revenge of the sithFast auf den Tag genau, 28 Jahre nach der Uraufführung von „Star Wars“, feierte im Jahre 2005 mit „Revenge Of The Sith“ der abschliessende Teil der Sixtologie seine Premiere.
Nachdem die beiden direkten Vorgänger aus der Prequel-Trilogie bei Fans und Kritikern auf eher negative Ressonanz stiessen, versuchte George Lucas diese mit Episode III wieder zu versöhnen.
Ob ihm dies gelang?
Lest hier meine Review:

Uraufführung: 15.5.2005 (Festival de Cannes)
Regie: George Lucas
Darsteller: Hayden Christensen, Ewan McGregor, Natalie Portman, Samuel L. Jackson, u.a…

Story:
Mehrere Jahre schon dauert der Krieg der galaktischen Republik gegen die Separatistenarmee Count Dookus (Christopher Lee) an.
Als es dem Separatistengeneral Grievous (Stimme: Matthew Wood) gelingt, den Kanzler der Republik (Ian McDiarmid) zu kidnappen, starten die beiden Jedi-Ritter Obi-Wan Kenobi (Ewan McGregor) und Anakin Skywalker (Hayden Christensen) einen Rettungsversuch.

"I felt a great disturbance in the Force… "

„I felt a great disturbance in the Force… „

Die Mission gelingt, doch General Grievous kann entkommen.
Während Obi-Wan die Verfolgung des Flüchtigen aufnimmt, steigt Anakin zum Protegé des Kanzler auf, der ehrgeizige Machtpläne verfolgt.
Denn Anakin ist hin- und hergerissen, zwischen seiner Loyalität gegenüber dem Jediorden und der, für ihn als Jedi verbotenen, Liebe zu Padmé Amidala (Natalie Portman).
Der Kanzler weiss diese Unsicherheit geschickt zu nutzen, und zieht Anakin immer mehr auf seine, dunkle, Seite der Macht.

Meister und Schüler

Meister und Schüler

Trivia:
Dass sich die neue „Star Wars“-Trilogie auf den „Fall“ Anakin Skywalkers und den Aufstieg des Imperiums zuspitzen würde, war George Lucas bereits beim Ausarbeiten der ersten Episode, „The Phantom Menace“ klar.
So verwundert es nicht dass das Drehbuch zum dritten Teil in seinen Grundzügen bereits 1999 stand, und erste Aufnahmen bereits bei den Dreharbeiten zu Episode II, „Attack Of The Clones“ stattfanden.

George Lucas (Mitte) im Rahmen seiner Hauptdarsteller und Mitproduzenten Rick McCallum (2.v.l.)

George Lucas (Mitte) im Rahmen seiner Hauptdarsteller und Mitproduzenten Rick McCallum (2.v.l.)

Der Hauptdreh ging jedoch im Jahre 2003 über die Bühne, zum grössten Teil in den Fox-Studios in Sidney.
Weitere Dreharbeiten fanden in den englischen Shepperton – und Elstree-Studios statt, daneben wurden Hintergrundaufnahmen im thailändischen Phuket, am Fusse des Ätna, aber auch in der Schweiz – genauer im Berner Oberland – gedreht.
Während die Kameraarbeit, wie schon bei den beiden Vorgängern, dem Briten David Tattersal unterlag, schnitt Sounddesigner Ben Burtt erneut den Film.
Unterstützt wurde er hierbei von Roger Barton („Pearl Harbor“) einem langjährigen Mitarbeiter Michael Bay’s

Hayden Christensen, Ewan McGregor sowie Natalie Portman, traten wiederum in ihren angestandenen Rollen als Anakin, Obi-Wan und Padmé auf, ebenso Samuel L. Jackson und Christopher Lee, die erneut den Jedi-Meister Mace Windu und den Sith-Lord Count Dooku verkörperten.
Nebst den „Veteranen“ die bereits in den vorhergehenden Teilen mit an Bord waren; Ian McDiarmid als Kanzler Palpatine, Anthony Daniels und Kenny Baker in den Rollen von C3PO und R2-D2 sowie Frank Oz als Sprecher Yodas, trat Peter Mayhew hier, erstmals seit 1983, wieder als Chewbacca auf.

Als Sprecher für General Grievous war zunächst der Brite Gary Oldman vorgesehen.
Da es zu vertraglichen Ungereimtheiten kam, legte er das Rollenangebot jedoch nieder, sodass an seiner Stelle Sounddesigner Matthew Wood („Armageddon“) der Figur die Stimme lieh.

Nebst Gavin Bocquet als Produktionsdesigner, zeigten sich John Knoll und Roger Guyett (“Star Trek – Into Darkness”) für die visuellen Spezialeffekte verantwortlich.
Altmeister John Williams schrieb zum sechsten Mal in Folge die Filmmusik.

Fazit:
Episode I war mau, und auch der zweite Teil der neuen Trilogie hat nur bedingt überzeugt.
Doch mit „Revenge Of The Sith“ macht Lucas (fast) alles Richtig, und präsentiert einen starken Abschluss der Skywalker-Saga, den Original-Filmen sehr nahe kommt.

Die auffallendste Verbesserung gegenüber den beiden Vorgängern ist ganz klar die Story.
Es macht fast den Anschein als ob diese Geschichte quasi das Herzstück der neuen Trilogie, und das fehlende Puzzelstück im Gesamtbild des „Star Wars“-Universums, bildet, und dass die ersten beiden Teile bloss ein Warmlaufen darstellten.

In einer Art Shakespearschen Dramas baut Lucas hier seine Geschichte vom Untergang Anakins und der Republik auf, und kreiert dadurch den, mit Abstand, düstersten Teil der Reihe.
Die Handlung teilt sich auf mehrere kongurent verlaufende Handlungsstränge, und Lucas arbeitet stark mit dem Stilmittel des Parallelschnittes, welchen er gekonnt einsetzt um den Fall der Republik in seiner ganzen Handlungsdichte zu zeigen.

Die schauspielerischen Qualitäten weisen starkes Gefälle auf, während Natalie Portman noch immer absolut hölzern daherkommt und Hayden Christensen für einen Protagonisten erschreckend wenig Zuschauernähe erzeugen kann, überzeugt Ewan McGregor ein weiteres Mal als Obi-Wan und Samuel L.Jackson spielt mit der gewohnten Mischung aus Coolness und Ernsthaftigkeit.

Der Cast wird allerdings ganz klar von einem Darsteller überschattet; Ian McDiarmid.
„Revenge Of The Sith“ ist sein Film, und er absolviert in einer unglaublichen Bandbreite den, in seiner Intriganz an „Othellos“ Jago erinnernden, Kanzler Palpatine.

Das CGI, welches in den Vorgängern Überhand genommen hatte, wird hier, zugunsten der Handlung auf ein normales Level hinabgeschhraubt.
Nichtsdestotrotz wartet „Revenge Of The Sith“ mit erstklassigen Effekten, einer gigantischen Weltraumschlacht und jeder Menge Kämpfen – wobei die Entscheidung, welches denn nun der Beste sei, schwerfällt – auf.

Daneben schafft es der Film noch, dem Zuschauer neue Welten und Figuren zu präsentieren, ohne dabei den Fokus von der Haupthandlung zu richten, und es gelingt den Machern selbst ein digitaler Charakter, wie den metallernen General Grievous, glaubhaft wirken zu lassen.
John Williams kreiert einen unglaublich dichten Soundtrack, der thematisch, wie qualitativ, geschickt den Bogen zur alten Trilogie schlägt.

Mit „Revenge Of The Sith“ legt Lucas den weitaus besten, weil reifsten und auch erzähltechnisch dichtesten, Teil der neuen Trilogie; der sich nahtlos an die Original-Reihe lehnt.
Gleichzeitig zeigt der Film auf, welches Potential die gesamte neue Trilogie gehabt hätte, hätte man sie 1999 nur richtig aufgegleist.

4,5 von 5 bronchial handicapierten Kampfdroiden

4.5

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2 Antworten zu Star Wars – Episode III: Revenge Of The Sith

  1. Owley schreibt:

    Haha, ich mag deine Bewertung. Und ja, das ist auch klar mein Favorit der neuen Trilogie. Aber wie gesagt, ich mag sie eigentlich alle. Jetzt noch The Clone Wars, bitte 😛

    • Mr. Nick schreibt:

      Da muss ich dich leider entäuschen, ich reviewe nur die „klassischen“ Kinofilme; und „Clone Wars“ ist für mich eher ein Pilotfilm zur Serie, den man aus finanztechnischen Gründen in die Kinos gebracht hatte…
      Allerdings geht das Special schon heute weiter; mit einem peitschenschwingenden Archäologen… 😉

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