Raiders Of The Lost Ark

17Nachdem sich George Lucas in weit,weit entfernte Galaxien, und Steven Spielberg in Hai-verseuchte Gewässer begeben hatten, beschlossen die zwei, Ende der 70er, ein gemeinsames Projekt zu stemmen.
Ein Held, im Stile James Bonds, der sich auf die Suche nach verlorenen Schätzen begibt sollte es sein: Indiana Jones.
„Raiders Of The Lost Ark“ mit Harrison Ford in der Hauptrolle, wurde zum Kassenschlager und erfolgreichsten Film des Jahres, und bis heute zog er drei Fortsetzungen mit sich.

Uraufführung: 12.6.1981
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Karen Allen, Paul Freeman, John Rhys-Davies, u.a…

Story:
Im Jahr 1936 wird der Archäeloge Indiana Jones (Harrison Ford), der nebst seiner Tätigkeit als College-Professor, als Abenteurer fantastischen Schätzen hinterherjagt, von der US-Regierung kontaktiert.
Denn die Nazis sind unter Leitung von Jones‘ Konkurrenten Dr. Belloq (Paul Freeman) in Ägypten der sagenumworbenen Bundeslade auf der Spur.

Auf der Suche nach der goldenen Statue

Auf der Suche nach der goldenen Statue

Jones soll nun verhindern, dass das heillige Artefakt, das angeblich magische Kräfte beitzt, in die Hände der Deutschen gelangt.
Allerdings braucht er auf seiner Mission ausgerechnet Hilfe von Marion Ravenwood (Karen Allen), seiner Ex-Freundin.

"Kameraden" in der Wüste

„Kameraden“ in der Wüste

Trivia:
1977 auf Hawaii, die beiden Freunde George Lucas und Steven Spielberg, die mit „Star Wars“ und „Jaws“ die Kinocharts anführen, verbringen gemeinsame Ferien.
Spielberg erzählt Lucas, dass er die Idee habe einen Film im Stil eines James Bond-Streifens zu drehen; als dieser zum grossen Erstaunen Spielbergs ein fertiges Expose zückt: „Indiana Smith“.

George Lucas und Steven Spielberg (v.l.n.r.)

George Lucas und Steven Spielberg (v.l.n.r.)

Bereits 1973 entwickelte Lucas die Geschichte um den Archäologen Indiana, benannt nach seinem Hund, im Stile der Adventures-Filme der 30er und 40er Jahre.
Spielberg war hochbegeistert, und mit Lucas als Produzent, stieg er als Regisseur in das Projekt ein.
Das Drehbuch, welches numehr den Titel „Raiders Of The Lost Ark“ trug, schrieb Lawrence Kasdan, der mit Lucas schon an „Star Wars – Episode V: The Empire Strikes Back“ zusammenarbeitete.

Spielberg und Lucas wollten für die Titelrolle, die mittlerweile in Indiana Jones umbenannt worden war, zunächst den „Magnum“-Star Tom Selleck, da dieser jedoch vertraglich an seine Serie gebunden war, konnte er das Angebot nicht annehmen.
Schliesslich entschied man sich für Harrison Ford, der als Han Solo in der „Star Wars“-Reihe bereits mit Lucas zusammengearbeitet hatte.

Für den Part der Marion sprachen sowohl Sean Young als auch Debra Winger vor, den Zuschlag erhielt schliesslich jedoch Karen Allen („Starman“).
Der Brite Paul Freeman („Hot Fuzz“) spielte Jones‘ Gegenspieler Dr. René Belloq, sein Landsmann Ronald Lacey („The Fearless Vampire Killers“) Major Arnold Toht – eine Rolle die sowohl Roman Polanski als auch Klaus Kinski ablehnten-
und der Deutsche Wolf Kahler , der bekannnt für seine Nazi-Rollen war, und bereits in „Force 10 From Navarone“ an Ford’s Seite spielte, verkörperte den SS-Oberst Dietrich.

Der Walise John Rhys-Davies („The Lord Of The Rings – The Fellowship Of The Ring“) schliesslich gab Indys ägyptischen Freund, Sallah, und der Engländer Denholm Elliott („Robin And Mariane“) dessen Mentor, Dr. Marcus Brody.
George Harris („Harry Potter And The Order Of The Phoenix“) spielte den Käpitän Katanga, und Alfred Molina („The Da Vinci Code“) war kurz als Indiana Jones Helfer zu sehen; es war seine erste Kinorolle.

Der Brite Douglas Slocombe („The Great Gatsby“ 1974) führte die Kamera, während Spielbergs Stammcutter, Michael Kahn („Lincoln“), die Schnittarbeit tätigte.
Auch sein langjähriger Hauptkomponist, John Williams („Jaws“) war erneut mit von der Partie.

Gedreht wurde in Tunesien, in San Francisco, an der französischen Atlantikküste und in den englischen Elstree Studios.
Zudem wurde das Modell des U-Bootes aus „Das Boot“, von Wolfgang Petersen, verwendet.
Das Produktionsdesign des Filmes unterlag Norman Reynolds der bereits an „Star Wars“ beteiligt war; Richard Edlund und Bruce Nicholson die ebenfalls bei der „Star Wars“-Reihe mit von der Partie waren, kreierten gemeinsam mit Kit West („1492: Conquest of Paradise“) und Joe Johnston („Jurassic Park 3“) die visuellen Spezialeffekte.

Der Film advancierte nach seiner Veröffentlichung zum erfolgreichsten Film des Jahres 1981, und wurde unter anderem für 8 Oscars nominiert, gewann deren 4, sowie einen Spezialaward für Ben Burtt’s Tonschnitt.

Fazit:
Ebenso wie George Lucas mit „Star Wars“ das Sci-Fiction-Genre nachhaltig veränderte, schufen er und Steven Spielberg mit „Raiders Of The Lost Ark“ und der Figur des Indiana Jones im Allgemeinen, einen Meilenstein des Adventure-Films.

Die Story ist erstklassig geschrieben; Spannung, Suspence und Action wechseln sich gegenseitig ab, und halten das Tempo des Filmes angenehm hoch.
Spielberg bedient sich am ganzen Feld seines, damaligen Könnens, erzeugt mystische Spannungen wie in „Close Encounters Of The Third Kind“, inszeniert Verfolgungsjagten à la „1941“ und schafft gelungenes Erzählkino im Stile von „Sugarland Express“.

Die Figurenzeichnung ist hier sehr gelungen, und mit Indiana Jones hat man einen ebenso bodenständiger wie glaubhaften Helden, der in Harrison Ford eine perfekte  Besetzung gefunden hat, kreiert.
Marion ist eine Dame die über  ebensoviele Ecken und Kanten wie Charme verfügt, und ist mit Karen Allen ebefalls bestens gecastet.
Sie bleibt für mich die stärkste Frauenfigur der Reihe.

Einen starken Schurken hat man zudem mit Paul Freeman als Belloq erschaffen, er ist eine Art Gegenstück zum Heroen, und die Chemie zwischen ihm und Indy stimmt; sie ergänzen sich als Protagonist und Antagonist perfekt.
An seiner Seite gläntzt vorallem Ronald Lacey als Nazi-Scherge, Major Toth.
Die Figur wirkt wie ein James Bond-Henchman, und schafft alleine durch sein Auftreten eine unangenehme Stimmung.

„Raiders Of The Lost Ark“ wartet nebst der gut inszenierten Story, mit grossartigen Actionszenen auf; so die Verfolgungsjagt im Mittelteil, aber auch die zahlreichen Fightszenen die über tolle Kampfchoreographien verfügen.

Technisch ist der Film erste Sahne, die Kameraarbeit von Altmeister Slocombe ist hervorragend, er inszeniert grossartige Bilder, die fast an die Kameraarbeit eines Freddie Young in „Lawrence Of Arabia“ erinnern, und John Williams komponierte einen kräftigen Action-Soundtrack, und schuf mit dem Titelthema einen Filmmusikalischen Meilenstein.
Daneben wartet der Film mit guten alten, handgemachten, aber dennoch glaubhaften Spezialeffekte aus dem Hause ILM auf.

„Raiders Of The Last Ark“ ist ein Meilenstein des Adventures-Filmes, der einfach alles richtig macht, von der spannenden Story, den greifbaren Figuren – insbesonders des durch Harrison Ford, erstklassig dargestelllten Titelhelden –
zu der rasanten Action, bis hin zu der handwerklich erstklassigen Machart.

5 von 5 Peitschenhieben

5

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