Indiana Jones And The Temple Of Doom

18Ein Jahr nach dem letzten Film der „Star Wars“-Reihe, „Return Of The Jedi“, kehrte Produzent George Lucas, gemeinsam mit Hauptdarsteller Harrison Ford und Regisseur Steven Spielberg zu seiner zweiten Franchise, „Indiana Jones“ zurück.
In „Indiana Jones And The Temple Of Doom“, welcher zeiitlich vor dem ersten Teil spielt, kommt es der abenteuerlustige Forscher mit einer okkulten indischen Sekte  und einem unheimmlichen Tempel zu tun.

Uraufführung: 23.5.1984
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Kate Capshaw, Jonathan Ke Quan, Amrish Puri, u.a…

Story:
Nachdem der Archäologe Indiana Jones (Harrison Ford) soeben gemeinsam mit der Nachtclubsängerin Willie (Kate Capshaw) und dem Strassenjungen Short Round (Jonathan Ke Quan)  einem chinesischen Verbrechersyndikat entfliehen konnte, gerät er bereits ins nächste Abenteuer.

Die schrillen drei auf Achse...

Die schrillen drei auf Achse…

In Indien wird ein kleines Dorf von Unbekannten tyrannisiert; die Kinder des Dorfes entführt und drei heillige Steine entwendet.
Indy und seine Begleiter machen sich zum nahen Pankot Palast auf, um die Schuldigen auszumachen.
Doch bald merken sie, dass sie es hier mit ebenso finsteren wie todbringenden Mächten zu tun bekommen.

Grand Poobah of the Loyal Order of Water Buffaloes Lodge

Grand Poobah of the Loyal Order of Water Buffaloes Lodge

Trivia:
Georg Lucas hatte bereits vor der Produktion von „Raiders Of The Lost Ark“ vor, die Figur des Indiana Jones in mehreren Filmen auftreten zu lassen.
Gemeinsam mit Steven Spielberg, der sich nach „Raiders Of The Lost Ark“ bereit erklärte, bei weiteren Filmen Regie zu führen, sponn er verschiedene Ideen für eine mögliche Fortsetzung.
Von einem Tal voller Dinosaurier, bis hin zu einem schottischen Spukschloss wurden mehrere Handlungsspielorte in Erwägung gezogen.
Schliesslich entschied man sich für einen Indischen Tempel und Willard Huyck und Gloria Katz, die mit Lucas bereits an „American Graffiti“ zusammengearbeitet hatten, schrieben das Drehbuch dazu.

Jonathan Ke Quan, der Ausführende Produzent Frank Marshall, Steven Spielberg und George Lucas (v.l.n.r.)

Jonathan Ke Quan, der Ausführende Produzent Frank Marshall, Steven Spielberg und George Lucas (v.l.n.r.)

Ausser Harrison Ford trat in „Temple Of Doom“ keiner der Darsteller aus dem ersten Teil  auf.
Kate Capshaw („Black Rain“), die spätere Ehefrau Spielbergs, verkörperte die Sängerin Willie Scott.
Der Vietnamese Jonathan Ke Quan („The Goonies“) wurde als Short Round gecastet, die indischen Kinostars Amrish Puri („Gandhi“) und Roshan Seth („Street Fighter“) spielten die beiden Schurken Mola Ram und Chattar Lal, und der Chinese Roy Chiao („Game Of Death“) schliesslich, verkörperte den Verbrecherboss Lao Che.

Bei der Crew gab es nur wenig Veränderungen.
Als Operateur wirkte erneut Douglas Slocombe, Michael Kahn schnitt den Film und John Williams schrieb wiederum die Filmmusik.
Neu zum Team stiessen Produktionsdesigner Elliot Scott („Who Framed Roger Rabbit“), Kostümbildner Anthony Powell („Evil Under The Sun“), und Dennis Muren („Star Wars – Episode V: The Empire Strikes Back“), der die Spezialeffekte kreierte.

Ursprünglich wollte man in Indien drehen, da die dortige Regierung jedoch aufgrund „rassistischer Tendenzen“ im Drehbuch, dem Filmteam keine Drehgenehmigung erteilte, wich man kurzerhandd auf das benachbarte Sri Lanka aus.
Daneben fanden Aufnahmen im chinesischen Macau sowie den englischen Elstree Studios statt.

Fazit:
Mit „Temple Of Doom“ inszenieren Lucas und Spielberg eine adäquate Fortsetzung (eigentlich Prequel…) zu „Raiders Of The Lost Ark“, dass viele Elemente des Vorgängers wiederaufgreift, gleichzeitig jedoch eine komplett andere Richtung einschlägt.
Dieser Film ist weitaus düsterer angelegt als der Erstling, und war dieser eher ein Actionfilm, so gleicht „Temple Of Doom“ mehr einem Horrorstreifen.
Die Story ist einerseits spannend aufgegleist, wartet andererseits mit jeder Menge Suspense auf, der Film an sich, legt zudem ein hohes Tempo an den Tag, welches kaum unnötige Längen erzeugt.

Darstellerisch kann Harrison Ford klar wieder auftrumpfen, aber auch seine Co-Stars können glänzen.
Kate Capshaw kommt zwar nicht an Karen Allen aus dem Vorgänger heran, macht ihre Sache jedoch nicht allzu schlecht, und füllt ihre Rolle mit viel Situationskomik au.
Short Round ist ein witziger Sidekick, der von Jonathan Ke Quan mit einer unglaublichen Spielfreude und viel Schalk verkörpert wird.

Nebst den Protagonisten, wartet „Temple Of Dooom“ zudem mit einer Handvoll starker Schurken auf.
Deren Auftritte bleiben jedoch etwas gar kurz, und auch die Beweggründe der Figuren scheinen im Dunkeln zu liegen.
Dies ist schade, denn gerade hier vergibt der Film Punkte.

Von der Machart her, brauchen sich Spielberg und seine Crew indess nichts vorzuwerfen lassen.
Handwerklich ist der Film erstklassig, von der herrlich choreografierten Musical-Nummer zu Beginn, über die Actiongeladenen Verfolgungsjagten, die erstklassige Musik von Altmeister Williams, bis hin zu den starken Bildern von Kameramann Slocombe, der sowohl mit herrlichen Aussenaufnahmen in Sri Lanka, wie auch mit stark ausgeleuchteten Studiofotografien aufwartet.

Insgesamt gesehen, ist „Indiana Jones And The Temple Of Doom“ eine ansprechende Fortsetzung seines Vorgängers, auch wenn er nicht mehr ganz so stark wie Derselbige ist.
Der Film kommt zwar ungleich düssterer daher, bleibt dem Humor und der rasanten Action des Erstlings jedoch treu.

4.5 von 5 indischen Tempeldienern

4.5

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, George Lucas Special, Reviews, Specials abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s