A Million Ways To Die In The West

A-MillionMit seinem Kinoerstling „Ted“ konnte Seth McFarlane, der durch Fernsehserien wie „Family Guy“ und „American Dad“ bekannt wurde, 2012 grosse Erfolge feriern; und durfte (wohl nicht zuletzt desswegen) im Jahr darauf sogar die Academy Awards moderieren.
Nun legt der umtriebige Komiker nach und präsentiert mit „A Million Ways To Die In The West“ eine Westernkomödie, in der er, an Seite von Charlize Theron, Amanda Seyfried und Liam Neeson gleich auch noch die Hauptrolle spielt.

Uraufführung: 29.5.2014
Regie: Seth MacFarlane
Darsteller: Seth MacFarlane, Charlize Theron, Amanda Seyfried, Liam Neeson, u.a…

Story:
Das Leben im Wilden Westen ist hart.
Nebst Krankheiten, Naturplagen und dem tiefen Gesundheitszustand, gehören tägliche Schiessereien zum Standart.
Schafszüchter Albert (Seth MacFarlane) ist alles andere als ein geborener Schütze; im Gegenteil er ist ein absolutes Weichei.
Daher macht auch allsbald seine Freundin Louise (Amanda Seyfried) Schluss mit ihm, und bandelt sich stattdessen an den reichen Schnurrbartspezialisten Foy (Neil Patrick Harris).

"People die at the fair!"

„People die at the fair!“

Doch Albert gibt nicht auf, und setzt alles daran seine Geliebte zurück zu gewinnen und fordert Foy zum Duell heraus.
Ausgerechnet die toughe Anna (Charlize Theron), die neu in der Stadt ist, hilft ihm dabei, ein Revolverheld zu werden.
Dumm nur, dass Anna ausgerechnet die Gattin von Clinch Leatherwood (Liam Neeson), dem schlimmsten Outlaw, und gefürchtetsten Todesschützen der Gegend, ist.

The Big Man

The Big Man

Trivia:
Nach seinem ersten Kinoerfolg „Ted“, plante der Filmmacher Seth MacFarlane („Hellboy II: The Golden Army“) einen weiteren Live-Action Film zu drehen.
Gemeinsam mit Alec Sulkin und Wellesley Wild, die bereits an diversen Fernsehproduktionen und auch „Ted“ mit ihm zusammengearbeitet hatten, schrieb er das Drehbuch zu einer Westernparodie: „A Million Ways To Die In The West“.

Seth Mc Farlane (r.) bei den Dreharbeiten

Seth Mc Farlane (r.) bei den Dreharbeiten

Während er nebst dem Regieposten auch gleich noch selbst die Hauptrolle übernahm, wurden die Oscarpreisträger Charlize Theron („Monster“) und  Liam Neeson („Star Wars – Episode I: The Phantom Menace“) als Anna und Clinch Leatherwood gecastet.
Amanda Seyfried („Les Misérables“) spielte Louise, Neil Patrick Harris („The Smurfs“) den schnauzbärtigen Foy, Giovanni Ribisi („Ted“) verkörperte Alberts besten Freund Edward, indess Sarah Silverman („Wreck-It Ralph“) dessen Freundin, die Prostituierte Ruth, gab.

Bei der Crew vertraute MacFarlane zum grössten Teil auf jene Leute, die mit ihm bereits an „Ted“ zusammenarbeiteten.
So engagierte er erneut den Kameramann Michael Barrett sowie den Cutter Jeff Freeman.
Die Musik komponierte Joel McNeely („Flipper“).
Gedreht wurde im Monument Valley in Utah, in dem schon Western-Altmeister John Ford seine John Wayne-Klassiker realisierte, und in Santa Fe.

Fazit:
Nachdem er mit „Ted“ einen Steilpass hingelegt hat, versucht McFarlane diesen nun mit „A Million Ways To Die In The West“ zu toppen.
Dass es dem Film an Witz nicht mangeln würde, war von Anfang an klar; gehört McFarlane doch zu den grossen (TV-)Comedians der USA.

Und prompt wartet er auch hier wieder mit einem wahren Gagfeuerwerk auf, in welchem er die Popkultur aufs Feinste durch den Kakao zieht.
Auch wenn dabei der eine oder andere Gag etwas daneben geht oder teils gar etwas tief greift, so hat es doch viele wirklich gute, und einige bitterböse Witze.

Dass daneben die Story etwas gar dünn ausfällt, nimmt man dennoch in Kauf.
Denn auch das schräge Figurenpotopurri kann dank erstklassigen Darstellern überzeugen.
McFarlane selbst, der hier erstmals den Schritt vor die Kamera gewagt hat, überzeugt, Charlize Theron spielt sehr stark, Neil Patrick Harris sorgt als übersteifer Schnautzträger für jede Menge Lacher, und Liam Neeson überrascht mit grosser Selbstironie.
Einzig Amanda Seyfried kann nicht so recht punkten, was aber insgesamt nicht weiter ins Gewicht fällt.
Toll sind auch die ganzen Cameo-Auftritte die der Film bereithält (Ich will an dieser Stelle nichts spoilern…)

Technisch ist „A Million Ways To Die In The West“ kein absolutes Meisterwerk, und über das Verdikt eines solide gemachten Filmes kommt der Streifen in Punkto Machart nicht heraus.
Allerdings steht hier ganz klar der Inhalt im Vordergrund.

Und dieser ist allemals gelungen.
Wenn auch nicht mehr ganz so spritzig und frech wie „Ted“, und etwas dünn in der Handlung, so schafft es Seth McFarlane trotzdem sein Publikum während knapp 2 Stunden vortrefflichst zu unterhalten.
Und nebst den bitterbösen Gags und Popkultur-Referenzen, überzeugt „A Million Ways To Die In The West“ mit einem guten Cast.

4 von 5 Schnurrbärten

4

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