Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull

Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal SkullNachdem ich meinen Blog in den letzten Wochen etwas stiefmütterlich behandelt habe (da ich meine Abschlusssexamen hatte, fehlte mir schlicht die Zeit), kehre ich nun mit dem Review zum vierten und letzten Teil der „Indiana Jones“-Tetralogie,  das den Abschluss meines George Lucas- Special bildet, zurück.

Etwas länger, nämlich 19 Jahre, dauerte es, bis Hauptdarsteller Harrison Ford, Produzent George Lucas und Regisseur Steven Spielberg mit „Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull“ den peitscheschwingenden Archäologen mitsamt Fedorra zurück auf die Kinoleinwand brachte.

Uraufführung: 22.5.2008
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Harrison Ford, Karen Allen, Shia LaBeouf, Cate Blanchett, u.a…

Story:
1957, mitten im Kalten Krieg, wird der Archäologe Indiana Jones (Harrison Ford) von einem Trupp russischer Kämpfer unter Führung der Oberst Irina Spalko (Cate Blanchett) entführt, um die Überreste eines Ausserirdischen welcher in der „Area 51“ aufbewahrt sein soll, aufzufinden.

Die Russen kommen sind schon da

Die Russen kommen sind schon da

Indy kann sich zwar befreien, doch er erfährt, dass sein Kollege Harold Oxley (John Hurt) im tiefsten Dschungel Südamerikas verschwunden ist; auf der Suche nach den sagenumwobenen Kristallschädeln.

Don't Lose Your Head

Don’t Lose Your Head

So macht er sich auf den Freund, hinter dem auch die Russen her sind, zu finden.
Begleitet wird er ddabei vom Halbstarken Mutt (Shia LaBeouf), den mehr mit ihm zu verbinden scheint als er ahnt…

Trivia:
Seit „Indiana Jones And The Last Crusade“ war der Ruf der Fans nach einem vierten „Indiana Jones“-Film laut.
So entwickelten George Lucas und Steven Spielberg die Idee eines weiteren Abenteuers, ganz im Stil der Filme der 50er, in dem ihr Titelheld gegen eine ausserirdische Bedrohung ankämpfen müsste.
Mit dem Erscheinen von „Independence Day“, 1996, war das Thema vorerst vom Tisch, wollte man einerseits nicht mit dem Grosserfolg Emmerich’s in Konkurenz treten, andererseits widmete sich Produzent Lucas zunächst der neuen „Star Wars“-Trilogie.

Steven Spielberg (l.) und seine Hauptdarstelller

Steven Spielberg (2.v.l.) und seine Hauptdarstelller

So kam erst wieder 2005 neuer Wind in das Projekt, und Jeff Nathanson („The Terminal“) der mit Steven Spielberg schon mehrfach zusammengearbeitet hatte, schrieb ein erstes Treatment.
Nach mehreren Überarbeitungen verfasste der Engländer David Koepp („Jurassic Park“) schliesslich das endgültige Drehbuch.

Nebst Harrison Ford, der zum vierten Mal den Titelpart gab, wurde Karen Allen als Marion Ravenwood gecastet, die Rolle, die sie bereits in „Raiders Of The Lost Ark“ inne hatte.
Shia LaBeouf („Transformers“) spielte Mutt Williams, der Engländer Ray Winstone („Edge Of Darkness“) gab Indys Kollegen George „Mac“ McHale.
Seine beiden oscargekrönten Landsmänner John Hurt („Snowpiercer“) und Jim Broadbent („Filth“) verkörperten den Archäologen Harold Oxley und den Uni-Rektor Dean Charles Stanforth.
Die Rolle der russischen Schurkin Irina Spalko, ging schliesslich an die, ebenfalls oscarprämierte, Australierin Cate Blanchett („Blue Jasmine“).

New Mexico und Hawaii fungierten als Hauptdrehorte, und auch der weltberühmte Iguazu-Wasserfall an der Argentinisch-Brasilianischen Grenze wurde für Aussenaufnahmen genutzt.
Die Kamera führte der polnischstämmige Oscarpreisträger und Stammkameramann Spielberg’s, Janusz Kaminski („Schindler’s List“) während dessen langjähriger Cutter Michael Kahn, wie schon bei den ersten drei „Indiana Jones“- Filmen die Schnittarbeit ausführte.

Als Produktionsdesigner konnte der Brite Guy Hendrix Dyas („Inception“) gewonnen werden, während für die Visual Effects Pablo Helman zuständig war, der mit Lucas bereits an der „neuen“ „Star Wars“-Trilogie gearbeitet hatte.

Fazit:
„Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull“ ist der einzige Indy-Film der keinen einzigen Oscar gewann, und stattdessen mit dem Razzie Award für das schlechteste Prequel, Remake, Rip-off oder Sequel ausgezeichnet wurde.
Nun dieses Verdikt mag hart erscheinen, angesichts der Entäuschung der Fans, die der Film hervorrief, ist es sicherlich nicht unverdient.

Die Mischung von Indiana Jones und Aliens (pardon: interdimensionale Wesen) wirkt mehr als gewöhnungsbedürftig, und auch wenn Steven Spielberg mit Ausserirdischen seine grössten Erfolge feiern konnte, so wirken sie hier etwas gar sonderbar, insbesonders da man ihnen noch einen pseudo-mystischen Touch verpasst.
Auch der ursprüngliche Plan, den Film als eine Art Hommage an die B-Movie-Alienfilme der 50er aufzuziehen, fruchtet nicht so recht.

Gelungen ist auf jeden Fall die Machart von „Indiana Jones And The Kingdom of the Crystal Skull“.
Die Filmemacher bleiben der hohen Qualität Spielbergs und der Reihe treu, und insbesonders die Kameraarbeit ist positiv herauszustreichen.
Die Actionszenen legen ein hohes Tempo an den Tag und sind erstklasig inszeniert, und John Williams bietet eine erstklassige musikalische Untermalung.
Leider nehmen die, überstrapaziös eingesetzten CGI-Effekte – wie schon bei Lucas‘ neuen „Star Wars“-Reihe – dem Film den Charme, welchen die drei Vorgänger ausstrahlten.

Inhaltlich stapelt der Film zwar nicht sonders hoch und die Handlung verläuft eher geradlinig, dennoch umschifft man allfällige Plotlöcher gekonnt und vermag über die gesamte Filmlänge zu unterhalten.
Leider bleibt der Film darstelllerisch eher mittelmässig bestückt, und weder Harrison Ford, der im Vergleich mit den früheren Filmen etwas abgeflacht wirkt, noch sein Spielpartner Shia LaBeouf, der sich sichtlich bemüht, können wirklich überzeugen, und die, ansonsten stets souveräne, Cate Blanchett, gibt sich hier vollends dem Overacting hin.

„Indiana Jones And The Kingdom Of The Crystal Skull“ ist sicherlich der schwächste Film der Indy-Reihe; so schlecht wie einem die landläufige Meinung glauben machen will ist er dann doch nicht.
Die Schwächen sind vorallem inhaltlicher Natur; insbesonders die Alien-Plotline wirkt stossend.

Auch wenn es sich unverkennbar um einen „Indiana Jones“-Film handelt, und sämtliche Zutaten der ersten drei Teile vorhanden sind, gelingt es den Machern dennoch nicht, den Geist Ebendieser einzufangen, und daran anzuknüpfen.

3.5 von 5 Aliens Interdimensionalen Wesen

3.5

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