Le Gendarme à New York

Le gendarme a new yorkDank des Grosserfolges, den Regisseur Jean Girault und Komiker Louis de Funès mit „Le Gendarme de Saint-Tropez“, dem erfolgreichsten französischen Film 1964, verbuchen konnten, liess eine Fortsetzung nicht lange auf sich warten.
In „Le Gendarme à New York“ versetzte man den ebenso peniblen wie cholerischen Gendarme Cruchot und seine Crew kurzerhand nach Manhatten, wo sie sich mit dem American Way of Life auseinandersetzen müssen.

Uraufführung: 29.10.1965
Regie: Jean Girault
Darsteller: Louis de Funès, Michel Galabru, Geneviève Grad, Jean Lefebvre, u.a…

Story:
Grosse Ehre für Gendarm Ludovic Cruchot (Louis de Funès) und seine Truppe; sie werden zu einem internationalen Polizeikongress nach New York eingeladen.
Selbstverständlich verlangt der penible Cruchot von seinen Männern auch im Ausland höchste Disziplin.

Sightseeing in Big Apple

Sightseeing in Big Apple

Dass sich ausgerechnet seine eigene Tochter, Nicole (Geneviève Grad), sich als heimlicher Passagier mit auf die Reisse geschmuggelt hat, kommt ihm daher äusserst ungelegen.
Er versucht daher die Anwesenheit des Mädchens vor seinem Vorgesetzten Gerber (Michel Galabru) zu verheimlichen; mit katastrophalen Folgen…

Catch her if You can...

Catch her if You can…

Trivia:
Nach dem imensen Erfolg von „Le Gendarme de Saint-Tropez“ begannen Regisseur Jean Girault und Drehbuchautor Jacques Vilfrid sogleich eine Fortsetzung zu schreiben.

Der Film der hauptsächlich in New York spielt, wurde zum grössten Teil an Originialschauplätzen gedreht.
Es war der erste Film für de Funès, den er in den USA drehte.
Auf der Überfahrt der Crew, mit dem Ozeandampfer „France“, unterbreitete er Jean Girault die Idee, doch die Reise selbst gleich mit in den Film einzubauen, was dieser auch prompt tat.

Das Team bei den Dreharbeiten

Das Team bei den Dreharbeiten

Die Kamerarbeit des Filmes unterlag neu Edmond Séchan („La Boum“), die Montage Albert Jurgenson („L’As des as“).
Raymond Lefèvre schrieb erneut den Score, diesesmal unterstützt von Paul Mauriat („Les Gorilles“).

Nebst de Funès trat auch der Rest des Originalcasts wieder auf.
So Michel Galabru als Adjudant Gerber, Guy Grosso, Michel Modo, Jean Lefebvre und Christian Marin als die restlichen Gendarmes, Geneviève Grad als Nicole und France Rumilly als die rasende Nonne Clotilde.

Der italienische Schauspieler Mario Pisu (“ Fantômas se déchaîne“) verkörperte den italienischen Garabinieri Renzo, und der Amerikaner Alan Scott („Operation Petticoat“) den Journalisten Franck Davies.

Fazit:
Ein Trupp leicht trotteliger Polizisten in einer amerikanischen Grosstadt… da fühlt man sich doch irgendwie an „Police Academy“ erinnert…
Allerdings wirken die Filme der US-Serie (zumindest die ersten vier) weitaus spritziger als diese Fortsetzung.

Fiel ja bereits der Erstling nicht gerade durch einen besonders anspruchsvollen Plot auf, ist auch dieser Film inhaltlich alles andere als herausfordernd.
Der Trumpf heisst erneut Louis de Funès.

Ein weiteres mal brilliert er in der Rolle des kleinen Flics und dies in einer ganzen Palette von Darstellungskunst und Kostümierungen.
Unterstützt wird er erneut von seinen Co-Stars, und alleine schon die Szene, in der er den versammelten Gendarmen Englischunterricht zu geben versucht, ist zum Schiessen komisch.

Doch auch wenn die Nebendarsteller, insbesonders Michel Galabru, im Zweispiel mit de Funès zu glänzen wisssen, lässt der Film ihnen viel zu wenig Entwicklungsraum und behandelt sie insgesamt eher stiefmüttterlich.
Einige augenzinkernde Verweise auf die französisch-amerikanischen Unterschiede, und den american Way of Life (beispielsweise die „West Side Story“-Parodie) gehören zu den Höhepunkten des Streifens.

„Le Gendarme a New York“ lebt, und dies noch viel stärker als der Vorgänger, von seiner Situationskomik und Hauptdarstelller de Funès.
Eine eher schwache Fortsetzung, die sehr viel Raum nach oben lässt.

3 von 5 Entrecôtes à la mode de Gendarme

3

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