Rise Of The Planet Of The Apes

RiseOfThePlanetOfTheApes_1sheet_LARGEZum morgigen Kinostart von „Dawn Of The Planet Of The Apes“, hier die Review zum direkten Vorgänger aus dem Jahr 2011.
In „Rise Of The Planet Of The Apes“ erzählte Regisseur Rupert Wyatt die Vor-Vorgeschichte zur ebenso kultigen wie populären „Planet Of The Apes“-Sci-Fi-
Reihe.
Motion Capture-Spezialist Andy Serkis spielte darin die Titelrolle des Schimpansen Caesar, und schlüpfte so – zum zweiten Mal nach „King Kong“ – in die Rolle eines Menschenaffen.

Uraufführung: 5.8.2011
Regie: Rupert Wyatt
Darsteller: James Franco, Andy Serkis, Freida Pinto, Brian Cox, u.a…

Story:
Der Wissenschaftler Will Rodman (James Franco) arbeitet bei der Pharmafirma Gen-Sys an einem Altzheimer-Medikament.
Hierfür werden auch Tests an Affen durchgeführt.
Eines Tages entwickelt ein Affenweibchen, nach Einnahme der Medikamente ungewöhnlich hohe Leistungsfähigkeiten.
Allerdings sind diese mit grosser Agressivität gekoppelt, sodass man beschliesst sie einzuschläfern.

"Me Tarzan, you Jane"

„Me Tarzan, you Jane“

Will kann jedoch ihren Sohn Caesar (Andy Serkis) retten, und nimmt ihn mit zu sich nach Hause.
Hier wächst das Schimpansenmännchen heran und entwickelt geistige Fähigkeiten, weit über dem Durchschnitt.
Eines Tages taucht jedoch das Veterinäramt auf und lässt ihn einsperren.
In dieser Gefangenschaft trifft er auf weitere Menschenaffen, und bald schon plant er gemeinsam mit diesen die Flucht.

Malfoy discovers the Chamber of Simians

Malfoy discovers the Chamber of Simians

Trivia:
2006 stiessen das Drehbuchautoren-Ehepaar Rick Jaffa und Amanda Silver (beide „Eye for an Eye“) auf der Suche nach einer Idee für ein Drehbuch auf die Thematik von Tierversuchen an Menschenaffen.
Sie sahen in der Thematik ein gewisses Potential für ein Prequel zu der „Planet Of The Apes“-Serie und schrieben das Script zu einem Ebensolchen.
Mit dem fertigen Drehbuch traten die zwei an „20th Century Fox“, die ja bereits die alten Filme der Reihe und das Remake Tim Burton’s produzierten.
Fox sagte zu, und 2010 wurde der Brite Rupert Wyatt („The Escapist“) auf den Regieposten berufen.

Für die Hauptrolle des Will war Tobey Maguire vorgesehen.
Als er jedoch kurzfristig vom Projekt absprang übernahm James Franco („Oz The Great And Powerful „) den Part.
John Lithgow („Shrek“) spielte dessen Vater, und die Inderin Freida Pinto („Slumdog Millionaire“) die Primatologin, und Freundin Will’s, Caroline.
Der Engländer David Oyelowo („The Butler“) verkörperte den Gen-Sys-Boss Steven Jacobs, sein Landsman Tom Felton („Harry Potter and the Philosopher’s Stone“) gab den Affenwärter Dodge, und der Schotte Brian Cox („Manhunter“) dessen Vater.

Da man sich entschied die Affen anstatt wie in den früheren Filmen mittels Kostümen zu erschaffen, sondern mittels Motion Capture, wurde der grösste Spezialist auf diesem Gebiet, der Engländer Andy Serkis („The Hobbit: An Unexpected Journey“) als Caesar gecastet.
Die Stuntfrau Karin Konoval („Diary of a Wimpy Kid“) spielte den Orang-Utan Maurice, ihre Berufskollegen Terry Notary („Avatar“), Richard Ridings („Who Framed Roger Rabbit“) und der Kanadier Christopher Gordon („I, Robot“) den Schimpansen Rocket, den Gorilla Buck und den Bonobo Koba.

Für die Computereffekte waren die neuseeländischen Weta Studios unter Federführung des Oscarpreisträgers Joe Letteri („Avatar“)zuständig.
Gedreht wurde im kanadischen Vancouver, San Francisco und der Hawaiiinsel Oahu, auf der bereits Steven Spielberg’s „Jurassic Park“ entstand.
Die Kameraarbeit übernahm der australische Oscarpreisträger Andrew Lesnie („The Lord of the Rings: The Fellowship of the Ring“), der ebenfals Oscar-prämierte Conrad Buff („Titanic“) und Mark Goldblatt („The Terminator“) schnitten den Film.
Patrick Doyle („Thor“) schliesslich schrieb die Filmmusik.

Rupert Wyatt (m.) mit den Darstellern der Affen (m.l. Andy Serkis)

Rupert Wyatt (m.) mit den Darstellern der Affen (m.l. Andy Serkis)

Fazit:
Der Planet der Affen ist Sci-Fiction-Kult.
Bereits das Original von 1968 wirft die Frage nach dem Entstehen dieser Zukunftswelt auf.
Und 1972 kreierte man im vierten Teil der Reihe, „Conquest of the Planet of the Apes“ eine Art Vorgeschichte, mit einem Affen namens Caesar, der die Revolution der Affen anführt.
So gesehen ist die Idee hinter „Rise of the Planet of the Apes“ eigentlich nichts Neues.
Allerdings geht der Film mit einer geradlinigen Konsequenz dem Ziel entgegen, dass da heist „Planet Of The Apes“-1968, und dem Rupert Wyatt’s Werk stets verpflichtet ist.
Dass der Film nur so von Verweisen und Anspielungen auf das Original strotzt, dass selbst Tim Burton vor Neid erblasst, sei hier nur am Rande erwähnt.

Fokusieren wir uns auf die Handlung.
Diese ist vom Aufbau her zwar nicht gerade sonders Komplex, und irgendwie stets etwas vorhersehbar; beachtet man jedoch, dass es sich um eine preapokalyptische Vorgeschichte handelt, so verzeiht man dies gerne.
Der Film steht zudem klar in der Tradition des Originals, wenn es darum geht sozialkritische Töne anzuschlagen.
Wo die 68er Version Gesellschaftskritik übt, kreidet der 2011er Film die Pharmaindustrie und damit verbundene Tierversuche an.
Auch könnte man in der Figur des Will eine Art moderner Dr. Frankenstein sehen, indess Caesar die „Kreatur“ darstellt – von der Aussenwelt missverstanden.

Damit kommen wir zu den beiden Hauptdarstellern.
Franco seinerseits spielt hervorragend, und bringt die Vielschichtigkeit und Verzweiflung des ambitionierten Wissenschaftlers, dank differenziertem Spiel sehr gut zur Geltung.
Doch dann wäre da Andy Serkis, (der zum zweiten Mal nach „King Kong“ in die Rolle eines Menschenaffen in einer Neuadaption schlüpft…) der schlicht umwerfend agiert, und die, nachwievor animalische, Figur des Caesar’s absolut glaubwürdig und ernstzunehmend zum Leben erweckt.
Serkis gelingt es, den Film über weite Strecken schauspielerisch zu tragen, und er stellt die „humanen“ Neendarsteller in den Schatten.

Aus technischer Sicht wird relativ bald klar, dass man sich hauptsächlich mit der Figur des Caesar auseinandergesetzt hat.
Denn während seine Figur in Sachen CGI überzeugen kann, wirken viele der weiteren Affen etwas gar holprig und animiert und erinnern entfernt an Gamedesign.
Da hatten die Affen in Burton’s Remake (nicht zuletzt dank Maskengott Rick Baker) doch weit mehr Charme.

Mit „Rise Of The Planet Of The Apes“ lanciert Rupert Wyatt ein ansprechendes Prequel, das vorallem durch Andy Serkis kongeniales Spiel überzeugt.
Es ist SEIN Film, und er ist es schlussendlich, der dem Planet der Affen ein Gesicht gibt.

4 von 5 Affenkäfigen

4

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