Dawn Of The Planet Of The Apes

dawn_of_the_planet_of_the_apesDiese Tage feiert „Dawn Of The Planet Of The Apes“, die Fortsetzung zum hochgefeierten Kassenschlager „Rise Of The Planet Of The Apes“ von 2011,  im deutschsprachigen Raum Premiere.
Der Film wurde unter neuer Regie und mit fast vollständig ausgewechseltem Cast, gedreht.
Wieder mit von der Partie war allerdings auch dieses Mal Andy Serkis, der mittels Motion Capturing den Schimpansen Caesar darstelllte.
Hier also meine Review:

Uraufführung: 26.6.2014
Regie: Matt Reeves
Darsteller: Andy Serkis, Jason Clarke, Kerry Russell, Gary Oldman, u.a…

Story:
10 Jahre sind vergangen, seit der Schimpanse Caesar (Andy Serkis) mit einer Gruppe hochentwickelten Menschenaffen die Revolution gegen die Menschen anzettelte.
Die Menschheit wurde durch eine Pandemie nahezu ausgelöscht, die Affen jedoch leben seither abgeschottet von ihnen, in den Wäldern ausserhalb San Franciscos.

Die Jäger...

Die Jäger…

Als eines Tages eine Gruppe Menschen, unter Führung Malcom’s (Jason Clarke) in den Wäldern auftaucht ist die Aufregung gross.
Denn der Trupp ist Teil der Überlebenden, die in den Trümmern San Francisco’s leben, und die auf der Suche nach einer Stromquellle sind.
Während Caesar den Menschen offen gegenübertritt, misstraut sein Kollege, der Bonobo Koba (Toby Kebbell), ihnen, und würde sie am liebsten auf der Stelle vernichten.

... werden zu Gejadten.

… werden zu Gejadten.

Trivia:
Ende 2011 gab „20th Century Fox“ bekannt, eine Fortsetzung zu „Rise Of The Planet Of The Apes“ zu drehen.
Rick Jaffa und Amanda Silver schrieben erneut das Drehbuch.
Später sollte jedoch Mark Bomback („Live Free or Die Hard“) es komplett überarbeiten,

Rupert Wyatt, Regisseur des Vorgängers, gab bald einmal seinen Austritt aus der Franchise bekannt; da er die ihm gegebene Zeit bis zum Release des Filmes als zu knapp bemessen fand.
Für ihn sprang Matt Reeves („Cloverfield“) ein.

Während Andy Serkis, Karin Konoval und Terry Notary ihre Rollen als die Affen Caesar, Maurice und Rocket wieder aufnahmen, wurde der Rest des Casts komplett ausgetauscht. Der Brite Toby Kebbell („Wrath Of The Titans“) spielte neu den Bonobo Koba und Nick Thurston („White Irish Drinkers“) verkörperte Caesars Sohn, Blue Eyes.
Sie alle traten mittels des Motion Capture-Verfahrens in die Affen-Rollen.
Das CGI übernahmen erneut die Weta Digital Studios.

Der Australier Jason Clarke („Zero Dark Thirty“) verkörperte Malcolm, Keri Russell („Mission: Impossible III“) dessen Partnerin Ellie und Kodi Smit-McPhee („ParaNorman“) sein Sohn Alexander.
Der Brite Gary Oldman („JFK“) spielte Dreyfus, den Anführer der Menschen.
Interessanterweise war Oldman der Wunschkandidat Tim Burton’s für die Rolle des Affengenerals Thade in der Neuverfilmung von „Planet Of The Apes“

Auch innerhalb der Crew gab es grosse Veränderungen.
So stand neu der Neuseeländer Michael Seresin („Harry Potter And The Prisoner Of Azkaban“) an der Kamera, für den Schnitt zeichneten sich William Hoy („300“) und Stan Salfas („Let Me In“) verantwortlich, und Oscarpreisträger Michael Giacchino („Up“) schrieb numehr den Sountrack.
Gedreht wurde Anfangs 2013, unter anderem im kanadischen Campbell River, unweit von Vancouver, sowie dem Umland von New Orleans.

Regisseur Matt Reeves und Andy Serkis (v.l.n.r.)

Regisseur Matt Reeves und Andy Serkis (v.l.n.r.)

Fazit:
Die Affenrevolution ist vorüber, nun folgt die Schlacht Affe gegen Mensch, und Caesar steht irgendwo in der Mitte.
Dies ist heruntergespitzt der Plot von „Dawn Of The Planet Of The Apes“.
Dies ist aber auch so ziemlich exakt der Inhalt von „Battle For The Planet Of The Apes“, dem letzten Film der alten Reihe.
Handelt es sich bei Matt Reeves neuestem Streich also numehr um ein Remake eines (nicht ganz zu unrecht) vergessenen Streifen?

Man würde dem Film Unrecht tun, behaptete man solches; dennoch lässt sich eine grosse Ähnlichkeit nicht abstreiten.
Doch „Dawn“ ist viel mehr eine Fortsetzung zum direkten Vorgänger, und stärker noch als dieser, dem Urfilm von 1968 verpflichtet.
War „Rise“ noch schlicht eine Vorgeschhichte, so wird hier wie im Originalfilm eine apokalyptische Zukunftsvision gezeigt, in dem der Untergang der Spezies Mensch bereits eingeläutet ist.

Und wie schon Franklin J. Schaffners Klassiker hält auch dieser Film nicht mit Sozialkritik zurück.
Auch die Spannungen zwischen Affen und Menschen, aber auch zwischen den Affen unter sich sind gut herausgestrichen.
Dennoch muss, ehrlicherweise, gesagt werden dass auch dieses Affenabenteuer den Zuschauer inhaltlich nicht allzu stark herausfordert und der Plot eher einfach gehalten wurde.

Auch in Sachen Schauspielkunst wird hier nicht gerade Feinkost präsentiert.
Jason Clarke spielt solide – mehr auch nicht – und Gary Oldman, von dem man sich durchaus noch etwas erhoffen hätte können, kommt mit seinen kurzem Auftritt ganz klar zu kurz.
Doch da wäre Andy Serkis; und dieser macht erneut einen hervorragenden Job.
Er erweckt den Menschenaffen absolut glaubwürdig und überzeugend zum Leben.

Dies gelingt ihm nicht zuletzt auch dank des CGI, dass hier im Vergleich mit „Rise“ gewaltige Sprünge nach vorn gemacht hat.
Was uns Weta dieses Mal präsentiert kann es ungeniert mit ihren Top-Arbeiten wie „Lord Of The Rings“ oder „Avatar“ aufnehmen.
Zur erstklassigen Computergrafik gesellt sich auch die optische Qualität des Filmes als solches.
Kameramann Seresin fängt einige ganz starke Bilder und akurate Szenen ein.
Auch der dichte Score von Giacchino kann überzeugen und sich durchaus mit dem Originalsoundtrack von Altmeister Jerry Goldsmith messen – hier wie dort trägt die Musik nicht unwesentlich zur Stimmung des Filmes bei.

„Dawn Of The Planet Of The Apes“ ist eine Fortsetzung wie sie sein sollte; eine die direkt an den Vorgänger anknüpft und sich dabei steigert – inhaltlich wie auch technisch.
Zwar ist die Story eher dünn, und die schauspielerischen Leistungen halten sich in Grenzen.
Präsentiert wird das Ganze jedoch auf einem Silbertablett – nicht zuletzt dank Andy Serkis.

4,5 von 5 Ausritten (im Affentempo)

4.5

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Reviews abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s