Le Gendarme et les Extra-terrestres

LE GENDARME ET LES EXTRA-TERRESTRESFast neun Jahre lagen zwischen dem Kinostart von „Le Gendarme en Balade“ und „Le Gendarme et les Extra-terrestres“.
Dennoch scheint kaum Zeit vergangen zu sein, und das Publikum nahm den neuesten „Gendarme“-Streich von Regisseur Jean Girault euphorisch auf.
Der Film, in dem es Louis de Funès, wie im Titel angekündigt, mit Ausserirdischen zu tun kriegt, war eine Art Parodie auf das boomende Sci-Fiction-Genre.

Uraufführung: 31.1.1979
Regie: Jean Girault
Darsteller: Louis de Funès, Michel Galabru, France Rumilly, Maurice Risch, u.a…

Story:
Der Gendarme Cruchot (Louis de Funès) kann kaum glauben was er sieht; da landet doch tatsächlich eine fliegende Untertasse auf der Erde – und das erst noch in Saint-Tropez.
Die Ausserirdischen, die dem UFO entsteigen scheinen im Innern aus Metall zu bestehen, trinken literweise Motorenöl und können erst noch jede erdenkliche Gestalt annehmen.

Es gilt, die ausserirdische Bedrohung zu bekämpfen...

Es gilt, die ausserirdische Bedrohung zu bekämpfen…

Natürlich glaubt Cruchot keiner, weder der Rest der Gendarmen-Truppe noch sein Chef, Adjudant Gerber (Michel Galabru).
So macht der sturköpfige Gendarm auf eigene Faust Jagd auf die Aussserirdischen, und verursacht dabei ein weitaus grösseres Chaos als der Urknall.

... mit allen Mitteln!

… mit allen Mitteln!

Trivia:
1978, acht Jahre nach dem letzten „Gendarme“-Film, „Le Gendarme en balade“, schrieben Regisseur Jean Girault und Drehbuchautor Jacques Vilfrid das Script zu einem fünften Film rund um den Gendarme Cruchot und seine Truppe.
Louis de Funès sagte sofort zu, die Titelrolle ein weiteres Mal zu übernehmen.

An de Funès‘ Seite spielten erneut Michel Galabru als Adjudant Gerber, und Guy Grosso und Michel Modo als Tricard und Berlicot.
Und auch France Rumilly gab erneut die Ordensschwester Clotilde.
Maurice Risch („La Zizanie“) und Jean-Pierre Rambal („Le Bon roi Dagobert“) spielten die beiden neuen Gendarmen Beaupied und Taupin und Jacques François („Les Couloirs du temps: Les visiteurs 2“) verkörperte erstmals den Oberst der Gendarmerie und ersetzte damit Yves Vincent.

Da Claude Gensac verhindert war, sprang Maria Mauban („Pas de week-end pour notre amour“) für sie ein, und spielte die Ehefrau, Josépha Cruchot; und Lambert Wilson („Matrix Reloaded“) schliesslich, gab einen der Ausserirdischen.

Erneut fanden die Dreharbeiten an Originalschauplätzen, in Saint-Tropez, statt.
Marcel Grignon der bereits an „Le Gendarme se marie“ mitwirkte und Didier Tarot („Tête à claques“) übernahmen die Kameraführung.
Michel Lewin („La Soup aux Choux“) schnitt den Film, während erneut der Stammkomponist der Reihe, Raymond Lefèvre, den Score schrieb.

Bei den Dreharbeiten

Bei den Dreharbeiten

Fazit:
Beachtet man die Entstehungszeit von „Le Gendarme et les Extra-terrestres“, so kann man getrost sagen, dass sich der Film im Fahrtwasser von Filmen wie „Star Wars“ oder „Close Encounters of the Third Kind“ bewegt.
Regisseur Jean Girault greift Elemente daraus auf, und betet sie gekonnt in seine „Gendarme“-Komödie ein.

Klar, auch der fünfte Teil der Reihe kann nicht gerade durch ein besonders anspruchsvollen oder gar hintergründigen Plot bestechen, dennoch gelingt es eine kurzweilige und witzige Story zu präsentieren, die ein angenehm hohes Tempo anschlägt und mit allerlei guten Gags sowie Elementen einer Verwechslungskomödie aufwartet.

Louis de Funes fühlt sich sichtlich wohl in der Rolle des Gendarmen, und wenn er beispielsweise auf den „echten“ Adjudant Gerber losstürmt, in fester Überzeugung es handle sich um einen Ausserirdischen, oder aber als falsche Nonne „Salve Regina“ trällert, bleibt kein Auge trocken.

Auch Michel Galabru macht wieder mal einen erstklassigen Job als Gerber, und France Rumilly, die als Soeur Clotilde den bislang grössten Part innehat, kann überzeugen.
Maurice Risch und Jean-Pierre Rambal fügen sich als neue Gendarmen gut in das bestehende Team ein, indess Maria Mauban jedoch Claude Gensac nicht ersetzen kann.
Man kann froh sein, dass sich ihr Gastspiel nur auf diesen Film beschränkte.

In Sachen Machart versetzt der Film keine Berge, dennoch ist er einigermassen solides Machwerk.
Die Spezialeffekte sind zwar etwas holprig, doch ansonsten gibt es wenig zu beanstanden.
Insbesonders der lauschige Soundtrack von Raymond Lefèvre, der stellenweise an das „Close Encounters“-Theme erinnert, gefällt.

„Le Gendarme et les Extra-terrestres“ setzt, nach fast einem Jahrzehnt Unterbruch, nahtlos an die Vorgängerfilme an und präsentiert sich als Parodie auf die Alienfilme Hollywoods.
Der Film bietet Louis de Funès wieder eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Figur des Gendarmen Cruchot‘ mit viel Witz, Grimassen, und in unzähligen komischen Situationen zu präsentieren.

4 von 5 grossen Schlücken Motorenöl

4

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