Le Gendarme et les Gendarmettes

LE GENDARME ET LES GENDARMETTES„Le Gendarme et les Gendarmettes“
war nicht nur der letzte Film der „Gendarme“-Reihe, es war auch der letzte Film des Regisseurs Jean Girault,
der noch vor Beendigung der Dreharbeiten verstarb,
und der allerletzte Film
von Louis de Funès.
Somit kehrte de Funés in seinem letzten Streifen zu just jener Rolle des spiessigen, kleinkarrierten Gendarmen Cruchot’s zurück,
mit der er fast 20 Jahre früher den Kino-Durchbruch erzielte.

Mit der Review zu diesem Film beschliesse ich gleichzeitig auch mein Louis de Funès-Special.

Uraufführung: 6.10.1982
Regie: Jean Girault und Tony Aboyantz
Darsteller: Louis de Funès, Michel Galabru, Claude Gensac, Jacques François, u.a…

Story:
Nichts ist wie es mal war, in Saint-Tropez.
Nicht nur muss der Gendarmen-Trupp um Ludovic Cruchot (Louis de Funès) eine neue Dienststelle beziehen; auch bekommen sie noch unterstützung von weiblichen Gendarmen.
Cruchot befürchtet das Schlimmste, und dass die Damen seinen Mitarbeitern den Kopf verdrehen.

Das erweiterte Gendarmenkorps

Das erweiterte Gendarmenkorps

Tatsächlich spürt der eine oder andere Gendarme den zweiten Frühling, und selbst der Chef der Gendarmerie, Adjudant Gerber (Michel Galabru), kann sich soviel weiblichem Charme nicht wiedersetzen.
Doch dann verschwindet eine nach der andern Gendarmette auf mysteriöse Weise, und Cruchot erkennt, dass man es hier mit einer Bande von Entführern zu tun hat.

Im Auftrag des Herrn...

Im Auftrag des Herrn…

Trivia:
1982 bot Regisseur Jean Girault („L’Avare“) seinem Freund Louis de Funès („La Soupe aux Choux“) erneut die Hauptrolle in einem weiteren „Gendarme“-Film an.
„Le Gendarme et les Gendarmettes“ zu dem Girault wiederum mit Jacques Vilfrid („Jo“) das Drehbuch schrieb, war der numehr sechste Streifen der Reihe.

Nebst de Funès verkörperte Michel Galabru erneut seinen Boss, Adjudant Gerber, und Maurice Risch, Guy Grosso und Michel Modo, die Gendarmen Beaupied Tricard und Berlicot.
Neu zum Cast stiess Patrick Préjean („Le Tatoué“) als Gendarme Perlin.
France Rumilly verkörperte erneut die Ordensschwester Clotilde, Jacques François den Oberst der Gendarmerie, und Claude Gensac trat nach einmaligem Unterbruch wieder als Josépha Cruchot auf.

Die Gendarmettes wurden von Babeth Étienne („La Cité des enfants perdus“) Sophie Michaud („Conseil de famille“), Nicaise Jean-Louis und Catherine Serre (beide „Moonraker“) gespielt.
Jean-Louis Richard („Le Dernier Métro“) gab den Verbrecher, „Le Cerveau“.

Gedreht wurde wieder in und um Saint-Tropez.
Jean Boffety („Les malheurs d’Alfred“) agierte als Kameramann, während Michel Lewin und Raymond Lefevre, die bereits an „Le Gendarme et les Extra-terrestres“ mitwirkten, sich für Schnitt und Musik verantwortlich zeigten.

Während den Dreharbeiten verstarb Regisseur Jean Girault unverhofft an Tuberkulose.
Das Projekt stand fast vor dem Aus; allerdings sprang schliesslich Giraults Regieassistenz Tony Aboyantz („Jo“) ein, und stellte den Film fertig.

Jean Girault

Jean Girault

Fazit:
Die Filme der „Gendarme“-Reihe glänzten in den seltensten Fällen mit sonders einfallsreichen oder gar hintergründigen Plots.
Auch „Le Gendarme et les Gendarmettes“, der sechste und letzte Streifen der Filmreihe bildet da keine Ausnahme.
Der Plot ist denkbar simpel und springt von Pointe zu Pointe ohne dabei die Zwischenräume gross auszufüllen.

Neu werden dem Gendarmenkorps weibliche Polizisten zur Verfügung gestellt, und daraus resultieren einige Witze und Seitenhiebe auf die, in den 80ern aktuelle, Frauenbewegung.
Auch einige Sprüche auf Kosten der dunkelhäutigen Nicaise Jean-Louis, die arg am Rand des Rassismus grassieren, fallen.

Wesentlich witziger ist da, ein weiteres Mal, was de Funès liefert.
Er spielt die Rolle des Cruchots mit fast demselben Elan und Spielwitz wie 1964 in „Le Gendarme de Saint-Tropez“; und er ist es der, hier stärker als in den andern Filmen, die Handlung trägt und voranbringt.
Michel Galabru gibt ihm erneut einen starken Sparringpartner, und das gut pointierte Spiel der Beiden ist ein Genuss.

Leider stellen die Zwei die, inhaltlichen Höhepunkte in dieser, ansonsten eher mauen, Komödie dar.
Stellenweise kommt etwas Tempo auf, etwa wenn die Nonne Clotilde quer durch Saint-Tropez rast, und dabei das halbe Chassis ihres Wagens verliert.
Insgesamt dümpelt der Film jedoch vor sich hin.

„Le Gendarme et les Gendarmettes“, der letzte Film, de Funès ist nicht viel mehr als ein mauer Aufguss der ersten 5 „Gendarme“-Filme.
Alllerdings gibt sich der Hauptdarsteller selbst, in diesem eher lustlosen Spiel keine Blösse, und sorgt, mal wieder in Personalunion, für den Humor und die Höhepunkte dieser Komödie.
Ein eher schwacher Film mit einem starken Louis de Funès; daher:

3,5 von 5 weiblichen Gesetzeshütern

3.5

 

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