The Abyss

abyssIm Alter von 17 Jahren entwickelte James Cameron, der bereits in seiner Jugend – dank Berichten im „National Geographic“ – von der Unterwasserforschung fasziniert war, eine Story um eine Gruppe Berufstaucher.
Knapp zwei Jahrzehnte später verfilmte Cameron, mittlerweile ein sicherer Wert in Hollywood, die Story unter dem Titel „The Abyss“.
Die Hauptrollen nahm Ed Harris ein.

Uraufführung: 9.8.1989
Regie: James Cameron
Darsteller: Ed Harris, Mary Elizabeth Mastrantonio, Michael Biehn, Leo Burmester, u.a…

Story:
Nachdem ein amerikanisches Nuklear-U-Boot unter ungeklärten Umständen gesunken ist; ist die US Navy in grösste Alarmbereitschaft versetzt.
Denn das Unterwasserboot liegt nur unweit der kubanischen Küste und sowohl ein russisches Schiff wie ein Hurricane nähern sich der Stelle.

Under the sea

Under the sea

Daher setzt man ein Team von Navy Seals auf eine in der Nähe gelegene Ölplattform ab, um von dort das U-Boot zu bergen.
Virgil Brigman (Ed Harrris) Bohrchef der Plattform ist davon alles andere als begeistert; einerseits missfällt ihm der millitärische Ton des diensthabenden Lieutenant Coffey (Michael Biehn), andererseits gehört dem Team auch seine Exfrau Lindsey (Mary Elizabeth Mastrantonio) an.
Doch was er und seine Crew in der Tiefe finden werden, übersteigt ihre Vorstellungskraft bei weitem.

Don't Touch the liquid  Woman!

Don’t Touch the liquid Woman!

Trivia:
Nach den Grosserfolgen, die er mit „The Terminator“ und „Aliens“ verbuchen konnte, entschloss sich Regisseur James Cameron dazu, einen Stoff zu verfilmen, den er bereits im Alter von 17 Jahren entwickelt hatte; „The Abyss“.
Produziert wurde der Film erneut von Cameron’s Ehefrau Gale Anne Hurd („The Terminator“).

Ed Harris („The Rock“) wurde als Virgil „Bud“ Brigman gecastet, Mary Elizabeth Mastrantonio („Robin Hood: Prince Of Thieves“) spielte Dr. Lindsey Brigman, und Michael Biehn der bereits in „The Terminator“ und „Aliens“ Hauptrollen innehatte, verkörperte hier den Navy Seal-Lieutenant, Hiram Coffey.
Weitere Mitglieder von Virgil’s Crew wurden von Leo Burmester („The Legend Of Zorro“) der Catfish gab, Kimberly Scott („I Am Sam“) als Lisa, und Todd Graff („Strange Days“) als „Hippy“, verkörpert.

Ursprünglich wollte man auf den Bahamas drehen, aufgrund der technischen Schwierigkeiten entschied man sich jedoch für „Innenaufnahmen“.
Da es keinen genügend grossen Unterwassertank gab, baute man in einem, nicht fertig gestellten, Atomkraftwerk in South Carolina kurzerhand einen eigenen.

Der Däne Mikael Salomon („Always“) führte die Kamera, Conrad Buff („Titanic“),
Joel Goodman („Friday the 13th: The Final Chapter“) und Howard E. Smith („Snakes On A Plane“) teilten sic die Schnittarbeit, und Alan Silvestri („Forrest Gump“) schrieb die Musik.

Die meisten visuellen Effekte entstanden unter Ägide von John Bruno („True Lies“), Hoyt Yeatman („The Rock“) und Dennis Skotak („Aliens“).
Einzige Ausnahme bildete das CGI der Ausserirdischen Wesen.
Hier wandte man sich an die Spezialeffektfirma „Industrial Light & Magic“, unter der Leitung von Dennis Muren („Jurassic Park“).

„The Abyss“ wurde 1990 in den Kategorien Bester Ton, Bestes Produktionsdesign, Beste Kamera und Beste visuelle Effekte für den Oscar nominiert, wobei er in der letzten Sparte auch gewann.

Das Set im stillgelegten Atomkraftwerk

Das Set im stillgelegten Atomkraftwerk

Fazit:
Jaja, die Unterwasserwelt…
In den späten 80ern schien eine wahre Flut von Unterseefilmen über das Kino hineinzubrechen.
Während Sci-Fi Abenteuer wie „Deep Star Six“ an die reisserischen Geschichten eines Jules Verne’s anknüpfen, kreierte Luc Besson mit „Le grand bleu“ erstklassige, Unterwasseraufnahmen.
Cameron’s Film kombiniert ein bisschen von Beidem.

Der Beginn, der ein Stück weit an Kalte Krieg- U-Bootfilme à la „The Spy Who Loved Me“ oder „The Hunt for Red October“ erinnert, erzeugt Spannung; danach dümpelt der Film etwas
vor sich hin, ehe es zu den ersten längeren Unterwasserszenen kommt.
Im Mittelteil kommt langsam etwas Spannung auf, nicht zuletzt durch die Konfliktsituation zwischen Ed Harris und Michael Biehn – der in der Rolle des millitärischen Ekels gefällt.
Das letzte Drittel des Filmes beginnt dann absolut dramatisch, konfrontiert die Hauptcharaktere mit Leben und Tod; fährt jedoch mit seiner Pseudo-„2001“-Masche und der urplötzlichen Konfliktlösung alias Deus ex machina, die ganze vorangehende Handlung an die Wand.

Nein, dieses zuckersüsse, rosa Happy End hat der Streifen, der durchaus ambitioniert anfängt wirklich nicht verdient.
Da helfen selbst die guten Schauspielleistungen eines Ed Harris und des, bereits erwähnten, Michael Biehn nicht, diese Hypotek des Plots zu kaschieren.

Als ungleich gelungener betrachtet werden, darf jedoch die technische Leistung des Filmes.
Einerseits wäre da das CGI, dass, auch wenn es heute etwas überholt erscheinen mag, sehr ansprechend daherkommt.
Doch auch in Sachen Kameraführung und Inszenierung kann der Film punkten, und die Unterwasserszenen gefallen.
Ohnehin kann man Cameron’s Vorliebe für das nasse Element, die in seinem Oeuvre immer wieder durchschimmert, klar erkennen.

In „The Abyss“ kombiniert James Cameron Unterwasser-Abenteuer mit Science Fiction.
Dies geht solange gut, bis das Leztere Überhand nimmt, und die erzeugte Spannung und Atmosphäre des Filmes über den Haufen schiesst.
Hätte Cameron sich mit den, fast schon spirituell anmutenden Elementen, die ein wenig an die Grundstimmung in „Avatar“ erinnern, zurückgehalten, wäre der Film grossartig geworden.
So bleibt leider nicht viel mehr, als ein von der Machart her gelungener, inhaltlich jedoch nicht sonders durchzogener Film.

3 von 5 Flüssigkeitsbeatmungsgeräten

3

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, James Cameron Special, Reviews, Specials abgelegt und mit , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s